Brandenburg: Interesse an regionalen Lebensmitteln wächst

Der Mitarbeiter Chris Muchan von der Kanow-Mühle in Sagritz bei Golßen (Brandenburg)

Karoline Hestenberg ist zufrieden. "Das sieht aus wie bei uns", sagt die 38-Jährige. Hestenberg ist Geschäftsführerin des Guts Hestenberg in Neuruppin. 650 Rinder leben auf dem Gut, zwei bis fünf werden pro Woche geschlachtet. Das Fleisch verkaufen Hestenbergs in den vier eigenen Läden, die Wurst liefern sie an Edekas Logistikzentrum in Freienbrink östlich von Berlin. Drei Mal in der Woche lädt ein Lastwagen Wurstwaren vom Gut im Lager ab. Auf Transportbändern wird die Wurst in das vorgesehene Regal manövriert. Zum ersten Mal besichtigt Hestenberg das Lager, das zu einem immer wichtigeren Anlaufpunkt für sie geworden ist.

In Freienbrink versucht Edeka die Quadratur des Kreises: Regionale Lebensmittelhersteller jeder Größe können ihre Produkte liefern, die dann je nach Bestellung durch die Filialen ausgeliefert werden. Für Geschäftsführerin Hestenberg ein lohnendes Angebot. Früher hat die Familie die eigenen Waren in 15 eigenen Geschäften verkauft. Doch die Herstellung und der Vertrieb überforderten den Familienbetrieb.

Kunden wollen wissen, wo die Produkte herkommen

Die Bedeutung kleiner, regionaler Anbieter ist in den vergangenen Jahren ständig gewachsen. In den Supermärkten nehmen sie inzwischen einen Anteil von bis zu 15 Prozent ein. Kunden wollen zunehmend wissen, wo genau Produkte herkommen und wie sie hergestellt werden. "Das ist eine große Chance für Brandenburger Unternehmen", sagte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) am Mittwoch auf einer Lebensmittel-Tour durch d...

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