Nach Brandbrief: Friedrichstadt-Palast-Intendant: Auch AfD-Wähler willkommen

Friedrichstadtpalast-Intendant Berndt Schmidt (r) unterhält sich vor der Vorstellung der aktuellen Revue „The One Grand Show“ mit dem Berliner AfD-Sprecher Ronald Gläser

Am Ende schüttelte Friedrichstadtpalast-Intendant Berndt Schmidt dann AfD-Sprecher Ronald Gläser sogar die Hand, begleitet vom Blitzlichtgewitter vieler Fotografen, die am Sonnabendnachmittag gekommen in das Theater an der Friedrichstraße gekommen waren.

Öffentlichkeitswirksam waren sowohl der Brief des Intendanten an seine Mitarbeiter, in dem er geschrieben hatte, sein Haus werde sich in Zukunft von AfD-Wählern abgrenzen und wolle deren Geld nicht, als auch die Gegen-Aktion der AfD.

Auf das Angebot an Wähler der Partei, bereits gekaufte Karten umzutauschen, reagierte der Berliner Landesverband mit einer Verlosung von zehn Theaterkarten für den Sonnabend. Sprecher Ronald Gläser war zufrieden, als kurz vor Beginn der "The One"-Show auch die letzte AfD-Wählerin ihre Karte bei ihm abholte. "Dieser Brief hat etwas von einer Hexenjagd, die auf Angehörige und Wähler unserer Partei gemacht wird", sagte Gläser. Auch die Reaktion des Kultursenators Klaus Lederer (Linke) habe ihn enttäuscht. "Den ganzen Tag Toleranz predigen, aber dann so intolerant sein", sagte er.

Am Vortag war das Auto des Spitzenkandidaten Georg Pazderski beschädigt worden. Unbekannte hatten in der Nacht zu Freitag außerdem mit Farbe gefüllte Flaschen auf das Privathaus des AfD-Fraktionsvorsitzenden im Köpenicker Stadtteil Rahnsdorf geworfen. Dazu hätten sich Kollegen anderer Parteien spät und nur zögerlich geäußert, so der Sprecher.

Schmidt bekam nach dem Brief Hass-Mails und Drohungen

Tatsächlich fielen die Verurteilu...

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