Brand in nordrhein-westfälischer Chemiefirma setzt giftige Rauchwolke frei

Blaulicht an einem Feuerwehrwagen

Bei einem Feuer in einem chemieverarbeitenden Betrieb in Lippstadt in Nordrhein-Westfalen ist in der Nacht zum Freitag eine giftige Rauchwolke freigesetzt worden. Wie die Feuerwehr und der Landkreis Soest mitteilten, mussten Anwohner vorübergehend Fenster und Türen geschlossen halten und durften sich nicht im Freien aufhalten.

Bis zum Morgen führte der massive Einsatz von 350 Feuerwehrleuten demnach zu einer Reduzierung der Rauchentwicklung, die Menschen durften ihre Häuser wieder verlassen. Die Behörden warnten aber davor, die aus der Brandwolke niedergeregneten halbverbrannten Styroporteilchen zu berühren. Spielplätze sollten nicht benutzt sowie Obst und Gemüse aus dem Gartenanbau nicht gegessen werden.

Das Großfeuer in dem Gewerbegebiet war laut Feuerwehr kurz vor Mitternacht ausgebrochen. Bereits bei Eintreffen der Einsatzkräfte brannte die Firma in voller Ausdehnung, kurz darauf stürzte eine Produktionshalle ein. Wegen der Explosionsgefahr durch aufgeheizte Gasleitungen, Gasflaschen und einen Gastank mussten die Helfer den Einsatz für etwa 30 Minuten unterbrechen, es wurde ein Sperrkreis von 250 Metern rund um das brennende Unternehmen eingerichtet.

Feuerwehren aus fünf Gemeinden waren im Einsatz, sie wurden durch weitere Einsatzkräfte aus dem gesamten Regierungsbezirk Arnsberg unterstützt. Diese übernahmen Schadstoffmessungen in der Umgebung.