Brand in Berliner Werk belastet Chipindustrie-Ausrüster ASML

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BERLIN/VELDHOVEN (dpa-AFX) - Ein Brand im Berliner Werk des Technologieunternehmens ASML <NL0010273215> hat Montag die Anleger an den Börsen verunsichert. Der Anbieter von Komponenten für die Mikrochip-Herstellung musste zeitweise kräftige Kursverluste hinnehmen. Es gab die Befürchtung, dass sich Lieferengpässe bei Halbleitern verschärfen könnten. ASML teilte mit, man werde erst in einigen Tagen Aussagen darüber treffen können, ob der Brand in dem Werk im Stadtteil Britz in der Nacht zu Montag Folgen für die Jahresproduktion habe.

Nach Angaben der Feuerwehr war lediglich ein Teil des Werks vom Feuer betroffen. Eine automatische Reinigungsanlage sei auf etwa 200 Quadratmetern in Brand geraten.

Der Standort umfasst nach Unternehmensangaben insgesamt 32 000 Quadratmeter, auf denen 1210 Menschen arbeiten. Hergestellt werden etwa Lithographiesysteme für Halbleiter. Berlinern dürfte das Werk eher unter dem Namen Berliner Glas bekannt sein. Das niederländische Unternehmen ASML hatte Berliner Glas 2020 übernommen.

Infolge von Lieferschwierigkeiten in der Corona-Pandemie sind Halbleiter weltweit knapp; so mussten etwa Autobauer die Produktion drosseln. ASML zählte im vergangenen Jahr zu den Börsenlieblingen und gewann über 70 Prozent an Wert.

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