Branchenverband: Chinesischer Automarkt im Juni mit Wachstum erwartet

PEKING (dpa-AFX) - Auf dem seit Längerem unter Druck stehenden chinesischen Automarkt zeichnet sich für den laufenden Monat eine zarte Wende ab. So dürften Schätzungen des Branchenverbands PCA zufolge im Juni die Verkäufe von Pkw gegenüber dem Vorjahresmonat um mehr als 10 Prozent zulegen, wie es am Donnerstag in Peking hieß. Seit Mai 2021 hatten die Auslieferungen an Endkunden lediglich in einem Monat zulegen können - im vergangenen Februar hatte es ein leichtes Plus von knapp 5 Prozent gegeben. Ansonsten lastete der Chipmangel schwer auf der Produktion in der Volksrepublik, in den vergangenen Monaten kamen die vielfach weitreichenden Lockdowns in Regionen des Landes noch erschwerend hinzu.

China ist der wichtigste Einzelmarkt für die deutschen Autokonzerne Volkswagen <DE0007664039> (inklusive Audi und Porsche), BMW <DE0005190003> und Mercedes-Benz <DE0007100000>. Manager wie VW-Chef Herbert Diess rechnen im laufenden Jahr bei der Chipversorgung für die Autoproduktion mit einer Entspannung. Diess bezeichnete die Situation in der Volksrepublik zuletzt zwar noch als kompliziert, allerdings sehe der Konzern etwas Licht. Ohnehin bleibe China der Markt mit den größten Wachstumschancen. VW ist Marktführer in China.

Wie bereits in dieser Woche anhand vorläufiger Zahlen mitgeteilt, lagen die Pkw-Verkäufe in China im vergangenen Monat Mai aber noch spürbar unter dem Vorjahreswert und gingen um rund 17 Prozent zurück. Im Vergleich mit dem schwachen Vormonat April ging es aber schon deutlich aufwärts - um rund 29 Prozent. Der US-Elektroautopionier Tesla <US88160R1014> fertigte in seinem zuvor von Lockdowns betroffenen Werk in Shanghai im Mai 33 544 Autos - mehr als dreimal so viel wie im April.

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