Brüsseler Restaurants: Kommt der Covid-19-Pass?

Kellnerinnen und Kellner in Brüssel, so in diesem Ramen-Restaurant, müssen bei der Arbeit eine Maske tragen. Derzeit die einzige Covid-19-Maßnahme, der sich die Mitarbeiter unterwerfen müssen. Noch. Denn da die Impfquote in der belgischen Hauptstadt der im Rest des Landes hinterhinkt, könnte der Covid-Pass verpflichtend werden, auch für Gäste.

Wie in Frankreich könnte in der Brüsseler Gastronomie ein QR-Code in Zukunft Auskunft darüber geben, ob Gäste geimpft, genesen oder gerade getestet sind.

Covid-Pass als Schlag für Gastronomie

"Es macht mich etwas traurig weil unsere Branche ohnehin schon zu leiden hat und jetzt hält man uns mit dieser Sache quasi als Geisel. Ich frage mich, ob es nicht effizientere Wege gibt", so Guy, Betreiber des Ramen-Restaurants Umamido in Brüssel.

Euronews-Korrepondent Jack Parrock ergänzt:

"Ähnlich sieht es die Brüsseler Vereinigung der Hotels, Restaurants und Bars. Besorgt sind sie auch, weil der Covid-Pass nur für die Hauptstadt und ihre Region Pflicht werden könnte, nicht aber für den Rest des Landes."

Vorbild Paris

Die große Angst: Gäste, die den Pass nicht wollen, könnten wegbleiben. In Frankreich, Italien, Dänemark und Irland sind ähnliche Regelungen bereits in Kraft. Dort haben sich die Impfraten in der Folge erhöht. Einer der Gäste hier in Brüssel arbeitet drüben in Paris als Kellner:

"Nach einer Woche hatte sich das geklärt. Die Gäste wussten, dass der Pass nötig ist. Sie kommen, lassen den Code scannen und gut."

Auch andere Gäste hätten nichts dagegen: "Wenn ich so in ein Restaurant komme oder auf Festivals, dann mache ich gern mit", so ein Gast im Ramen-Restaurant.

Das erklärte Ziel also: Die Menschen sollen sich impfen lassen. Diese Botschaft brachte der belgische Ministerpräsident in dieser Woche zu Fuß unters Volk in die Fußgängerzonen.

Ob der Covid-Pass verpflichtend wird, das entscheidet die Covid-Kommission am 17. September.

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