Brüssel will bei Verbot von Plastikmüll-Exporten Dampf machen

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Zehn Milliarden Tonnen - das ist die gigantische Menge an Plastik, die die Menschheit bis heute produziert hat. Laut einer neuen Studie der Europäischen Umweltermittlungs-Agentur sind sechs Milliarden Tonnen davon reiner Müll in Deponien und belasten die Umwelt.

In Brüssel ist man sich des Problems bewußt. Mit Hilfe eines vier Meter langen Plastik-speienden Drachens forderten Abgeordnete und Aktivisten ein komplettes Exportverbot von europäischem Plastikmüll in Nicht-EU-Länder.

Es sei ein riesiges Problem, dass Europa seinen Plastikmüll in Drittländer verschiebe, in denen man keine Kontrolle über die Weiterverwendung habe, ob Recycling oder Halde, so die belgische Grünen-Abgeordnete Sara Mathieu. Deswegen müssten diese Mülltransporte verboten werden.

Eine schriftliche Forderung, die der EU-Umweltkommissar persönlich entgegen nahm. Virginijus Sinkevičius kündigte an, in den nächsten Wochen die ehrgeizigsten Regeln für den Müllhandel der Welt vorlegen zu wollen.

Dadurch solle der Transport praktisch verboten werden, es sei denn, das Empfängerland weise nach, dass es auf nachhaltige Weise mit dem Müll umgehen könne. Auch würden künftig die beteiligten Unternehmen verstärkt zur Verantwortung gezogen.

Vertreter der Recycling-Industrie erklärten gegenüber Euronews, sie seien für ein Exportverbot von Plastikmüll - unter der Voraussetzung, dass es eine Infrastruktur und einen Markt für recyceltes Plastik gebe.

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