Brüssel reagiert verhalten auf Londoner Krise

Die Regierungskrise in Großbritannien ist bei der EU in Brüssel verhalten aufgenommen worden.

EU-Ratspräsident Donald Tusk sagte auf Twitter, Politiker kämen und gingen, ließen die Probleme, die sie selbst geschaffen hätten, aber zurück.

Er bedauere, dass die Brexit-Idee nicht auch verschwunden sei - aber "wer weiß".

Der Sprecher der EU-Kommission, Margaritis Schinas, äußerte sich vor dem Rücktritt von Boris Johnson und nahm nur zur Demission von David Davis Stellung.

Dieser Schritt stelle für die europäischen Institutionen kein Problem dar.

Das sei allein Sache Großbritanniens.

Außerdem sagte Schinas, die Kommission werde auch weiterhin mit Premierministerin Theresa May und ihrem Unterhändler verhandeln.

Dies sei eine wichtige Mission.

Brüssel sei entschlossen, diese im Rahmen des vorgegebenen Zeitrahmens zu einem gute Ende zu bringen.

Die Kommission wiederholte ihre Bereitschaft, wenn nötig rund um die Uhr zu verhandeln, um zu einer Vereinbarung zu kommen.

Alle 27 Mitgliedstaaten seien sich beim Thema Brexit einig.