Brüssel: Paris-Attentäter Salah Abdeslam schuldig gesprochen

Ein Brüsseler Gericht hat den mutmaßlichen IS-Kämpfer und Paris-Attentäter Salah Abdeslam schuldig gesprochen. Der Vorwurf lautet auf versuchten Mord im Zusammenhang mit einer Schießerei mit der belgischen Polizei in Brüssel im Jahr 2016.

Das Gericht folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und verhängte gegen Abdeslam die Höchststrafe von 20 Jahren Haft. Sein Anwalt hatte wegen Verfahrensfehlern auf Freispruch plädiiert.

Nach Brüssel soll Abdeslam nach den Pariser Attentaten geflohen sein. Er gehörte offenbar zu einer Terrorzelle der Miliz Islamischer Staat, die die blutigen Anschläge in Paris im November 2015 und in Brüssel im März 2016 verübte.

Zum Prozessauftakt in Brüssel hatte Abdeslam erklärt, er wolle nicht auf Fragen des Gerichts antworten: "Ich verteidige mich durch Schweigen." Er vertraue auf Allah. Die eigentlichen Tatvorwürfe bestritt der 28-jährige Franzose marokkanischer Abstammung. Er sitzt in einem Gefängnis in Frankreich ein.

Abdeslams mitangeklagter mutmaßlicher Komplize Sofien Ayari wurde von dem Gericht in Brüssel ebenfalls schuldig gesprochen und wie Abdeslam zu 20 Jahren Haft verurteilt.