Brühl und Akin sollen künftig über Oscars mitentscheiden

Der Schauspieler Daniel Brühl soll Mitglied der Oscar-Akademie werden

Große Ehre für Fatih Akin und Daniel Brühl: Der Regisseur sowie der Schauspieler aus Deutschland sind eingeladen worden, der Oscar-Akademie beizutreten. Wie die Akademie am Mittwoch mitteilte, versandte sie Einladungen an insgesamt 774 Filmschaffende aus 57 Ländern. Das sind so viele wie nie zuvor. Die Mitglieder stimmen über die Vergabe der begehrtesten Filmpreise der Welt ab.

Der 39-jährige Brühl ("Good Bye, Lenin!", "Inglorious Basterds", "Die Frau des Zoodirektors") und der 43-Jährige Akin ("Gegen die Wand", "Auf der anderen Seite", "The Cut") müssen die Einladung der Academy of Motion Picture Arts and Sciences nur formell annehmen, damit ihre Mitgliedschaft besiegelt ist.

Die neuen Einladungen sind Teil einer Offensive, mit der sich die aus mehr als 7000 Mitgliedern bestehende Akademie seit einigen Jahren darum bemüht, internationaler und ethnisch wie kulturell vielfältiger zu werden. Ihr wurde in der Vergangenheit oft vorgeworfen, zu sehr von weißen Männern dominiert zu sein. Dies machte sich laut Kritikern auch in der Auswahl der Oscar-Gewinner bemerkbar.

Die Akademie hob nun hervor, dass seit 2015 die Zahl der von ihr zur Mitgliedschaft eingeladenen Nicht-Weißen und Frauen um jeweils mehr als das Dreifache zugenommen habe. Unter den Eingeladenen in diesem Jahr sind etwa der afroamerikanische US-Regisseur Barry Jenkins, der mit "Moonlight" in diesem Jahr den Oscar gewann, der britisch-pakistanische Schauspieler Riz Ahmed, die israelische Schauspielerin Gal Gadot und die Französin Charlotte Gainsbourg.