Boxikone Jake LaMotta ist gestorben

Boxikone Jake Lamotta ist gestorben

Die Lebensgeschichte von Jake LaMotta brachte Robert De Niro einen Oscar ein. Nun ist die Boxlegende im Alter von 95 Jahren gestorben.

Jake LaMotta war einer der ganz Großen, als der Boxsport noch wild war und von jungen Männern dominiert wurde, die sich aus ärmlichen Verhältnissen ganz nach oben kämpften. Sein Spitzname "The Bronx Bull" (dt. "Der Bulle aus der Bronx") kam nicht von ungefähr.

Im Verlauf seiner Profikarriere, die von 1941 bis 1954 andauerte, gewann er insgesamt 83 von 106 Kämpfen, 30 davon durch K.o.. In 13 Jahren kassierte der Linksausleger lediglich 19 Niederlagen und vier unentschiedene Fights.

Gegen Boxikone Sugar Ray Robinson stieg der Mittelgewichtskämpfer insgesamt sechs Mal in den Ring. In dem wohl berühmtesten Fight der beiden, brachte LaMotta Robinson die schlimmste Niederlage seiner Karriere bei und übernahm dessen Weltmeistertitel.

Allerdings war der Bulle aus der Bronx auch kein Vorzeigesportler. In dem Buch "In This Corner: 40 World Champions Tell Their Stories" gab er zu, beim Kampf gegen Billy Fox betrogen zu haben. "Ich habe einen Kampf gegen Billy Fox vorsätzlich verloren, weil man mir eine Chance auf einen Titelfight versprochen hatte", so LaMotta. Fox gewann 1947 nach vier Runden im legendären Madison Square Garden. Trotzdem musste LaMotta noch weitere zehn Kämpfe auf seinen WM-Traum warten.

Über sein Leben im Ring sagte der Boxer: "In einem harten Kampf passiert immer etwas. Ein Cut am Auge, eine gebrochene Nase oder eine gebrochene Hand. Man kann aus allem eine Entschuldigung fabrizieren. Aber wenn du ein echter Champion bist, machst du einfach weiter." 1980 kam das Leben von Jake LaMotta mit dem Film "Raging Bull" schließlich auf die große Leinwand und brachte Robert De Niro, der die Hauptrolle spielte, einen Oscar ein.

Jake LaMotta verstarb am 20. September im Alter von 95 Jahren in einem Krankenhaus in Miami an Komplikationen einer Lungenentzündung, wie seine Verlobte Denise Baker mitteilte.