Boxenfunk enthüllt: Hamilton und Mercedes fürchteten Strafe

Norman Fischer
Lewis Hamilton und Mercedes machten sich schon während des Rennens Sorgen um eine mögliche Strafe und trafen daher Vorkehrungen, wie der Boxenfunk enthüllt

Lewis Hamilton und Mercedes fürchteten noch während des Rennens eine Strafe wegen des Manövers in der Boxeneinfahrt, als der Brite in letzter Sekunde über das Gras noch auf die Strecke fuhr. Die Rennkommissare brummten Hamilton nach dem Rennen nur eine Verwarnung auf, doch Mercedes traf bereits im Rennen Vorkehrungen für eine mögliche Strafe, wie aus dem Boxenfunk hervorgeht.

Mercedes hatte zum einen in den Kampf zwischen Hamilton und Teamkollege Bottas eingegriffen und ordnete an, die Positionen zu halten. Wenig später verneinte das Team eine Anfrage Hamilton, der den Motor in der Schlussphase herunterdrehen wollte. Wahrscheinlich wollte man sich genügend Vorsprung sichern, um eine mögliche Zeitstrafe abzufedern.

Hamiltons Renningenieur Peter Bonnington pushte den Weltmeister, damit er mehr Vorsprung gegenüber Bottas aufbaut, und gab ihm in regelmäßigen Abständen die Lücke zum Finnen durch. Selbst in der Schlussrunde bekam Hamilton noch mehrfach die Ansage: "Lewis, gib bis zum Ziel Gas."

Der witterte, dass etwas nicht stimmen konnte und fragte direkt nach der Zieldurchfahrt, ob er eine Strafe habe. Sein Renningenieur antwortete: "Negativ, negativ. Wir gehen nur auf Nummer sicher, mein Freund."

Nach dem Rennen musste Hamilton aufgrund seines Vergehens bei der Rennleitung vorsprechen, doch die ließ ihn seinen Sieg behalten und beließ es bei einer Verwarnung.

Mit Informationen von Adam Cooper