Boxen: Weltmeister Charr will deutschen Pass bis März

Box-Weltmeister Manuel Charr will nach dem Wirbel um seine Nationalität schnellstmöglich den deutschen Pass erhalten. "Diesmal werde ich mich selber um den Pass bemühen und das nicht mehr anderen Leuten überlassen", sagte Charr in einer Pressemitteilung am Donnerstag.

Box-Weltmeister Manuel Charr will nach dem Wirbel um seine Nationalität schnellstmöglich den deutschen Pass erhalten. "Diesmal werde ich mich selber um den Pass bemühen und das nicht mehr anderen Leuten überlassen", sagte Charr in einer Pressemitteilung am Donnerstag.

Und weiter: "Ich hoffe, dass ich meine erste Titelverteidigung dann schon als deutscher Staatsbürger bestreiten kann." Bis Ende März muss Charr seinen WBA-Titel gegen Fres Oquendo (44) aus Puerto Rico behaupten.

Der im Libanon geborene Charr hatte am Mittwoch zugegeben, nicht im Besitz eines deutschen Passes zu sein. Damit ist er auch nicht der erste deutsche Schwergewichts-Weltmeister seit Max Schmeling 1932. Die Schuld für die Verwirrungen gab Charr seinen Anwälten.

"Um die Einbürgerung habe ich mich selber nie gekümmert, sondern hatte immer Anwälte, die das gemacht haben", sagte Charr: "Die haben mir auch gesagt, dass der Pass schon ausgestellt ist und beim Amt auf mich wartet. Ich hätte die Information nicht einfach so weitergeben dürfen, ohne das selber zu überprüfen."

Nach seinem gewonnenen WM-Kampf am vergangenen Samstag gegen den Russen Alexander Ustinow hatte Charr für reichlich Verwirrung gesorgt. Sowohl in einem Interview mit der Bild-Zeitung Anfang der Woche als auch bei Sky Sport News HD am Dienstag hatte er beteuert, über ein gültiges deutsches Ausweisdokument zu verfügen. Im Kölner Express bestätigte er am Mittwoch jedoch, keinen deutschen Pass zu besitzen. Eine bewusste Lüge bestreitet Charr: "Es war sicher nicht meine Absicht, meine Fans zu täuschen oder falsche Tatsachen vorzugaukeln."

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