Boxen: Streit im Boxverband: AIBA-Präsident tritt zurück

Der bereits suspendierte langjährige Präsident des Amateurbox-Weltverbandes AIBA hat offiziell seinen Rücktritt erklärt. Er habe die Entscheidung "im Sinne des Sports, den ich liebe" getroffen, teilte Wu Ching-Kuo mit. Gleichzeitig erklärten AIBA und Wu, alle eingeleiteten rechtlichen Schritte beizulegen.

Der bereits suspendierte langjährige Präsident des Amateurbox-Weltverbandes AIBA hat offiziell seinen Rücktritt erklärt. Er habe die Entscheidung "im Sinne des Sports, den ich liebe" getroffen, teilte Wu Ching-Kuo mit. Gleichzeitig erklärten AIBA und Wu, alle eingeleiteten rechtlichen Schritte beizulegen.

"Ich trete im besten Interesse des Sports zurück, dem ich mein Leben gewidmet habe. Ich werde aber dabei helfen, einen fließenden Übergang zur neuen Führung zu ermöglichen", sagte der Taiwanese, der den Weltverband seit 2006 angeführt hatte. Wu soll noch zum Ehrenpräsidenten ernannt werden.

Wu legte zugleich seinen Posten im Exekutiv-Board des IOC nieder. Darüber informierte er das IOC, er bleibe aber Mitglied im Ringe-Orden. Dies teilte das IOC dem SID auf Anfrage mit.

Die AIBA-Geschäfte werden vorerst weiter vom Italiener Franco Falcinelli geführt, der nach Wus Suspendierung von der AIBA-Exekutive zum Interimspräsidenten bestimmt worden war. Die Disziplinar-Kommission der AIBA hatte Wu wegen des Verdachts des Missmanagements im großen Stil einstimmig entmachtet.

Die Forderungen der Gläubiger gegenüber der AIBA sollen sich mittlerweile auf über 33 Millionen Euro summieren. Der 70 Jahre alte Wu, Mitglied der Exekutive im Internationalen Olympischen Komitee, gilt als Hauptverantwortlicher für die Finanzmisere.

Wu soll wichtige Handelsabkommen im Namen des Verbandes getroffen und Darlehen unterzeichnet haben, ohne die Exekutive der AIBA zu informieren. Parallel dazu habe der Präsident stets behauptet, die AIBA sei schuldenfrei.

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