Boxen: Marco Huck geht ran an den Speck

Marco Huck glaubt an sein Comeback bei der World Boxing Super Serie. Der Berliner räumt ein, aus seinen Fehlern gelernt zu haben.

Berlin.  Die Worte "letzte Chance" genügen, um Marco Hucks Stimmungskurve drastisch fallen zu lassen. So ganz entkommen kann der bald 33-jährige Boxprofi dem Wortpaar aber nicht. Seit seiner Trennung vom Profiteam Sauerland Ende 2014 lief es für den Wahl-Berliner sportlich nicht nach Wunsch. Am 9. September klettert Huck in der Max-Schmeling-Halle nun gegen Alexandr Usyk (22.15 Uhr/Sat.1) in den Ring. Der 30 Jahre alte Ukrainer wurde 2012 in London Olympiasieger und krönte sich im September 2016 in Danzig zum WBO-Weltmeister im Cruisergewicht – durch einen Punktsieg gegen Krzysztof Glowacki. Jenen Polen, der Marco Huck im August 2015 in Newark (US-Bundesstaat New Jersey) die bislang einzige K.o.-Niederlage beibringen konnte.

Marco Huck, der seinen WBO-WM-Titel zwischen August 2009 und August 2014 insgesamt 13 Mal verteidigte, steht also unter Zugzwang. Dass es für ihn eine erneute Titelchance gibt, die letzte endete am 1. April 2017 in Dortmund mit einer schmerzlichen Niederlage gegen den Letten Mairis Briedis, verdankt er einer Idee seines ehemaligen Arbeitgebers. "Kalle Sauerland hat mir einen Platz in der World Boxing Super Serie angeboten. Klar, dass ich da zugegriffen habe", sagt Huck und fügt mit einem Lächeln hinzu: "Ich will sie auch gewinnen."

Kommt da der ewige Sprücheklopfer durch? Oder ist es Selbstironie? Huck kann auch ernst sein. "Ich habe in den letzten Jahren ein paar Fehler gemacht, für die ich ziemlich hart bestraft wurde. Ich will aber nicht rumheulen, ich habe sie j...

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