Boxen: Joshua-Promoter Hearn trauert Klitschko nach

Englands Top-Promoter Eddie Hearn trauert der zurückgetretenen Box-Ikone Wladimir Klitschko nach. "Aus sportlicher und aus wirtschaftlicher Sicht gesehen ganz sicher ja", sagte Hearn auf die entsprechende Frage im Interview mit RTL.

Klitschko hatte nach seiner K.o.-Niederlage gegen Hearns Schützling und Schwergewichts-Weltmeister Anthony Joshua seine Karriere beendet, was einen millionenschweren Rückkampf unmöglich machte.

Dennoch gönne Hearn dem Ukrainer den Abschied: "Natürlich hätte er in diesem Re-Match noch einmal sehr viel Geld einstreichen können. Aber genau darum ging es ihm nicht, sondern um sein Vermächtnis."

Indes ließ Hearn ein Duell Joshuas mit Skandal-Kämpfer Tyson Fury weiter offen. "Ob Tyson Fury, Deontay Wilder oder Joseph Parker - wir sind offen für jeden Kampf im Schwergewicht", sagte Hearn: "Anthony will sich alle WM-Gürtel holen und wird deshalb gegen jeden antreten."

IBF-Weltmeister und WBA-Superchampion Joshua verteidigt zunächst jedoch seine Titel am Samstag (23.10 Uhr/RTL) in Cardiff vor 80.000 Zuschauern gegen den Franzosen Carlos Takam. Zuletzt hatten Gerüchte über ein Duell mit dem in den vergangenen Jahren tief gefallenen Fury die Runde gemacht.

WM-Gürtel derzeit vakant

Fury hatte Anfang Oktober per Twitter drei Kämpfe für das kommende Jahr und sein Comeback für April angekündigt, woraufhin Joshua in einem Radiointerview angegeben hatte, einer der Gegner zu sein.

Der US-Amerikaner Wilder und Parker aus Neuseeland sind die Champions der Verbände WBC und WBO. Der reguläre WM-Gürtel der WBA ist derzeit vakant, um ihn duellieren sich am 25. November in Oberhausen der Kölner Manuel Charr und Alexander Ustinow aus Russland.

Mehr bei SPOX: WADA: Positive Tests um mehr als 25 Prozent gestiegen - Meldonium mitverantwortlich | Box-Oldie Brähmer: Einer muss es ja machen | Die Weltmeister im Überblick