Boxen: Für Marco Huck endet gegen Usyk eine Ära

Übel verprügelt: Marco Huck (r.) hatte gegen den Ukrainer Alexander Usyk keine Chance

Freunde des schwarzen britischen Humors hatten in der Nacht zu Sonntag einen Anlass, sich der Genialität der Komikertruppe Monty Python zu entsinnen. Wie Marco Huck so vor der versammelten Boxjournaille saß und versuchte, den Ausgang des vorangegangenen Kampfes zu seinen Gunsten umzudeuten, da erinnerte er an den schwarzen Ritter, der im "Ritter der Kokosnuss" König Artus ein Unentschieden anbietet, obwohl dieser ihm alle Gliedmaßen abgeschlagen hat.

Nun hatte Huck seine Arme und Beine und zum Glück auch alle anderen Körperteile noch immer an den Stellen, wo sie hingehörten. Aber dass er nach einer technischen K.-o.-Niederlage gegen den Ukrainer Oleksandr Usyk, die ihm deutlich seine Grenzen aufgezeigt hatte, ernsthaft der Meinung war, den WBO-Weltmeister im Cruisergewicht "mit meinen Schlägen deutlich beeindruckt" zu haben und dass er mit ein wenig mehr Nachsetzen "das Ding auch hätte gewinnen können", das bewies einmal mehr, dass Profiboxer nach harten Kämpfen Schwierigkeiten damit haben können, ihr eigenes Empfinden mit der Realität in Einklang zu bringen.

Die Fakten eines Abends, der einen sportlich großartigen Auftakt in die neue World Boxing Super Series (WBSS) um die Muhammad-Ali-Trophy markierte, hatten 5890 Fans in der Berliner Max-Schmeling-Halle nachprüfen können. Huck, ehemals Weltmeister im Limit bis 90,7 Kilogramm, zeigte eine couragierte Leistung, die ihm nach dem verheerenden Punktniederlagen-Desaster gegen den Letten Mairis Briedis im April nicht mehr allzu vie...

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