Boxen: Box-Oldie Brähmer bleibt im Kampf um die Millionen

Jürgen Brähmer (r.) teilt gegen seinen Gegner Rob Brant ordentlich aus.

Schwerin.  Es mag ein wenig abgegriffen sein, dieses Sprichwort vom guten Pferd, das nur so hoch springt, wie es muss. Aber nachdem Jürgen Brähmer in der Nacht zu Sonnabend in der Schweriner Kongresshalle das Viertelfinale der World Boxing Super Series um die mit 50 Millionen Dollar dotierte Muhammad-Ali-Trophy gegen den US-Amerikaner Rob Brant einstimmig (119:109, 118:110, 116:112) nach Punkten gewonnen hatte, kam es einem unweigerlich in den Kopf. Etwas zerbeult sah es aus, das Paradepferd des Sauerland-Boxstalls, doch wer weiß, dass Brähmers anfällige Gesichtshaut schon reißt, wenn man ihn nur scharf anschaut, der musste sich über die Kampfspuren rund um die Augen des Siegers nicht wundern.

Wundern durften sich die 5000 Fans vielmehr darüber, mit welcher Souveränität der 39-Jährige sich gegen den zwölf Jahre jüngeren und in 22 Profikämpfen unbesiegten Herausforderer durchzusetzen vermochte. Stallchef Kalle Sauerland verstieg sich sogar zu der Analyse, "Jürgen noch nie besser als heute gesehen" zu haben. Zieht man den üblichen Promoterbonus ab, bleibt immer noch eine höchst respektable Leistung für einen, der ein Jahr nicht im Ring gestanden hatte.

Brähmers Konditions-Probleme behoben

Vor allem konditionell war Brähmer seinem Kontrahenten überlegen, und das überraschte dann doch, immerhin war die Physis oft das Problem des ehemaligen Halbschwergewichtsweltmeisters gewesen. Dass er sich in seiner ursprünglichen Gewichtsklasse, dem Supermittelgewicht, zu Hause fühlt, konnte indes jeder seh...

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