Boxen: Alle Infos zur World Boxing Super Series

Die World Boxing Super Series soll den Boxsport verändern. In einem K.o.-System treten die besten Boxer zweier Gewichtsklassen gegeneinander an. Auf dem Spiel steht eine gigantische Summe. Hier bekommst Du alle Informationen zu den Teilnehmern, dem Modus, den Titeln, dem Preisgeld und den Terminen sowie Austragungsorten.

Die World Boxing Super Series soll den Boxsport verändern. In einem K.o.-System treten die besten Boxer zweier Gewichtsklassen gegeneinander an. Auf dem Spiel steht eine gigantische Summe. Hier bekommst Du alle Informationen zu den Teilnehmern, dem Modus, den Titeln, dem Preisgeld und den Terminen sowie Austragungsorten.

Was ist die World Boxing Super Series?

Die World Boxing Super Series soll einen neuen Weg aufzeigen und so auf gewisse Weise eine Revolution im Boxsport ankurbeln, die dem Sport neuen Schub im Kampf um das Interesse der unzähligen Sportfans auf der ganzen Welt einbringen soll.

Im Wettbewerb um die extra für das Turnier geschaffene Muhammad Ali Trophy werden jeweils die besten Kämpfer ihrer Gewichtsklasse in einem klar strukturierten Wettstreit gegeneinander antreten und im direkten Vergleich den besten Fighter ermitteln.

Dem Sieger der "Champions League des Boxens", die je in zwei Gewichtsklassen ausgetragen wird, winkt neben einem hohen Preisgeld die Chance, gleich mehrere Titel der vier großen Verbände WBA, WBC, WBO und IBF sowie jede Menge Prestige zu ergattern.

Wie funktioniert der Modus der World Boxing Super Series?

In zwei Gewichtsklassen treten jeweils acht Kämpfer in einem knallharten K.o.-System an. Das Turnier wird in einem Single-Elimination-Bracket ausgetragen und besteht aus einem Viertelfinale, Halbfinale und Finale. Es kommt somit zu sieben Kämpfen pro Limit und 14 Duellen auf höchstem Niveau insgesamt.

Im Viertelfinale treten vier gesetzte gegen vier ungesetzte Boxer an. Die Setzliste wird im Vorfeld des Turniers bekanntgegeben. Wer an welche Position gesetzt wird, legt der Comosa-Vorstand fest. Die Besonderheit: Die gesetzten Boxer, unter denen die Weltmeister zu finden sein dürften, werden sich den Gegner für die erste Runde selbst aussuchen.

Wie bei den Profis üblich sind die einzelnen Kämpfe, die über den Globus verteilt ausgetragen werden, auf zwölf Runden mit einer Dauer von jeweils 3 Minuten angesetzt. Gewertet werden sie von drei Punktrichtern, die nach dem 10:9-System Punkte vergeben.

Das sind die Halbfinal-Paarungen der World Boxing Super Series

Supermittelgewicht:

Datum Fight Ort Land
TBA Callum Smith vs. Jürgen Brähmer TBA TBA
TBA George Groves vs. Chris Eubank Jr. TBA TBA

Cruisergewicht:

Datum Fight Ort Land
TBA Oleksandr Usyk vs. Mairis Briedis TBA TBA
TBA Murat Gassiev vs. Yunier Dorticos TBA TBA

Das Viertelfinale der World Boxing Super Series

Supermittelgewicht:

Datum Fight Ort Land
16.09.2017 Erik Skoglund vs. Callum Smith Echo Arena, Liverpool England
07.10.2017 Chris Eubank Jr. vs. Avni Yildrim Hans-Martin-Schleyer Halle, Stuttgart Deutschland
14.10.2017 Jamie Cox vs. George Groves The SSE Arena, Wembley, London England
27.10.2017 Jürgen Brähmer vs. Rob Brant Sport- und Kongresshalle, Schwerin Deutschland

Cruisergewicht:

Datum Fight Ort Land
09.09.2017 Oleksandr Usyk vs. Marco Huck Max-Schmeling-Halle, Berlin Deutschland
23.09.2017 Yunier Dorticos vs. Dmitry Kudryashov Alamodrome, San Antonio USA
30.09.2017 Mairis Briedis vs. Mike Perez Riga Arena, Latvia Lettland
21.10.2017 Murat Gassiev vs. Krzysztof Wlodarczyk Prudential Center, Newark, New Jersey USA

Wie lautet der Zeitplan der World Boxing Super Series?

Die Fights des Viertelfinals fanden im September und Oktober 2017 statt, im Januar und Februar 2018 kommt es dann zu den Halbfinalbegegnungen.

Die beiden Boxer der jeweiligen Gewichtsklasse, die sich durchsetzen konnten, treffen anschließend im Mai 2018 im Finale der Serie aufeinander.

Alle Teilnehmer der World Boxing Super Series und ihre Bilanzen

Cruisergewicht

Name Land Bilanz Weltmeister
Mairis Briedis Lettland 22-0-0 WBC
Krzysztof Wlodarczyk Polen 53-3-1
Murat Gassiev Russland 24-0-0 IBF
Marco Huck Deutschland 40-4-1
Oleksandr Usyk Ukraine 12-0-0 WBO
Yunier Dorticos USA 21-0-0 WBA
Dmitry Kudryashov Russland 21-1-0
Mike Perez Kuba 22-2-1

Supermittelgewicht

Name Land Bilanz Weltmeister
Jamie Cox Großbritannien 23-0-0
Erik Skoglund Schweden 26-0-0
George Groves Großbritannien 38-8-6 WBA (Super Champion)
Jürgen Brähmer Deutschland 48-3-0
Callum Smith Großbritannien 22-0-0
Avni Yildrim Türkei 16-0-0
Rob Brant USA 22-0-0
Chris Eubank Jr. GBR 24-1-0 IBO

Welche Deutschen nehmen an dem Turnier teil?

Marco Huck: Der Ex-WBO-Weltmeister mit sehr offensivem, explosivem Boxstil war am 9. September in die World Boxing Super Series gestartet. Gegen den Ukrainer Oleksandr Usyk war Huck jedoch chancenlos, und musste in der 10. Runde durch technisches K.O. seine vierte Profiniederlage hinnehmen.

Jürgen Brähmer: Brähmer ist ehemaliger WBA- und WBO-Weltmeister, außerdem ehemaliger Titelträger der EBU. Am 1. Oktober 2016 musste Brähmer gegen den Engländer Nathan Cleverly seinen WBA-Gürtel abgeben. Er trifft im Viertelfinale auf Rob Brant aus den USA, der bislang in seiner Profikarriere ungeschlagen ist. Die Buchmacher sehen Brähmer als leichten Favoriten für das Duell gegen Brant.

Nimmt Arthur Abraham auch an der World Boxing Super Series teil?

Arthur Abraham hat am 15. Juli 2017 den IBO-WM-Kampf gegen Chris Eubank jr. deutlich nach Punkten verloren. Für den gebürtigen Armenier war dies die sechste Niederlage im 52. Kampf seiner Karriere. Abraham war zwischen 2005 und 2016 mehrfach Weltmeister der Verbände IBF und WBO. Eubank Jr. feierte in seinem 26. Fight den 25. Sieg. Der 27-jährige Brite hat sich mit seiner erfolgreichen Titelverteidigung als letzter Boxer für die Ali-Trophy qualifiziert.

Wo finden die einzelnen Kämpfe statt?

Wenn die Paarungen stehen, werden die Austragungsorte und Termine bekanntgegeben.

Fest steht allerdings, dass die Events in mehreren Ländern stattfinden werden. Lediglich die Hälfte der 14 Kämpfe wird in den USA ausgetragen. Dass nur die größten Arenen im Visier sind, verwundert wenig. Der Madison Square Garden in New York, die T-Mobile Arena in Las Vegas oder die Mercedes-Benz Arena in Berlin könnten weitere Kampfabende beheimaten.

Wie hoch ist das Preisgeld des Turniers?

Im Rahmen der World Boxing Super Series wird um ein Preisgeld von 50 Millionen US-Dollar geboxt. Ein Sieg im Finale, das im Mai 2018 stattfinden wird, garantiert dem siegreichen Boxer rund zehn Millionen US-Dollar. Hinzu kommen dann noch die Boni sowie das Preisgeld der vorherigen Runden, weshalb eine Teilnahme auch aus finanzieller Sicht äußerst interessant ist.

Wer hat die Trophäe der World Boxing Super Series entworfen?

Der Sieger der Serie erhält die vom inzwischen leider verstorbenen Bildhauer Silvio Gazzaniga aus Italien entworfene Muhammad Ali Trophy. Gazzaniga war eine Koryphäe und erarbeitete unter anderem im Jahr 1971 den WM-Pokal der FIFA, der in der Folge seit 1974 an den Fußballweltmeister überreicht wird.

Welche Titel stehen auf dem Spiel?

Jeder Weltmeister, der dem Turnier beitritt, stimmt zu, dass sein aktuell gehaltener Gürtel als Teil der World Boxing Super Series fungiert. Dieser wird somit innerhalb des Wettbewerbs bei jedem Kampf verteidigt. Dies gilt auch im Falle eines Wechsels des jeweiligen Gürtels, der auch in der anschließenden Runde auf dem Spiel stehen wird.

Konflikte mit etwaigen Pflichtherausforderern der Ranglisten, die nicht am Turnier teilnehmen, sind durch eine Zusammenarbeit mit den Verbänden ausgeschlossen.

In welchen Gewichtsklassen wird geboxt?

Bei der ersten Ausgabe der World Boxing Series geht es im Cruiser- sowie im Supermittelgewicht zur Sache. Die Klassen sind allerdings nicht in Stein gemeißelt.

Bei kommenden Turnieren sollen sie variieren, um ein möglichst breites Spektrum des Boxsports abzudecken. Es werden allerdings pro Ausgabe stets nur zwei vertreten sein.

Wer kümmert sich um die Dopingkontrollen?

Um ein sauberes Turnier zu gewährleisten, wird es ein umfassendes sowie transparentes WADA-Dopingkontrollsystem geben.

Wer ist für das Turnier zugelassen?

Um die Qualität der World Boxing Super Series sicherzustellen, haben die Verantwortlichen eine klare Linie bei der Zulassung einzelner Kämpfer gezogen.

Nur Boxer, die zu den besten 15 Kämpfern des jeweiligen Verbandes gehören, können sich als Teilnehmer bewerben. Der Auswahlprozess für die begrenzten Plätze haben im Anschluss die Verantwortlichen des Turniers, die dabei auf eine Gruppe, die aus Vertretern der Verbände, Journalisten sowie Boxpersönlichkeiten besteht, als Ratgeber setzen werden.

Was sagen die Verantwortlichen über die World Boxing Super Series?

Richard Schaefer, Comosas Chairman of the Americas: "In der World Boxing Super Series gibt es so viele spannende Geschichten: Champions gegen Champions, Champions gegen Herausforderer und Jugend gegen Erfahrung."

Kalle Sauerland: "Das ist eine tolle Sache für den deutschen Boxsport. Die World Boxing Super Series beantwortet die Frage, die sich Fans seit Jahren stellen: Wer ist die unangefochtene Nummer eins in einer Gewichtsklasse? Für das Cruisergewicht und das Super-Mittelgewicht werden wir es im Mai 2018 wissen."

Roberto Dalmiglio, Head of Management Board bei Comosa: "Die World Boxing Super Series erfüllt das gegebene Versprechen, die Besten gegen die Besten antreten zu lassen."

Jürgen Brähmer: "Ich freue mich auf das Turnier. Ich bin vorbereitet. Der Gewichtswechsel ist keine Herausforderung für mich. Ich habe mehr als 30 Kämpfe meiner Profilaufbahn im Supermittelgewicht absolviert und kehre jetzt für das Turnier in meine ursprüngliche Gewichtsklasse zurück. Auf meine Gegner bin ich gespannt."

Marco Huck: "In diesem Turnier gibt es keine schwachen Leute. Ich will der Beste sein und muss alle schlagen. Wer zuerst drankommt, ist mir egal - ich werde alle besiegen."

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