Bouffier: Abgabe von Finanzministerium schmerzlich - Kritik an SPD

dpa-AFX

WIESBADEN (dpa-AFX) - Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat Kritik an der geplanten Ressortverteilung in einer schwarz-roten Bundesregierung zurückgewiesen. "Wir haben eine ganze Reihe wichtiger Ministerien", sagte der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende am Donnerstag in Wiesbaden. Schmerzlich sei die Abgabe des Finanzministeriums an die SPD gewesen, dafür erhalte die CDU das Wirtschaftsministerium. "Ja, das war am Ende ein Kompromiss, den will ich nicht schöner reden, als er ist." Zugleich sei aber die Frage gewesen, was die Alternative zur großen Koalition gewesen wäre.

Bouffier kritisierte zugleich die SPD und deren Mitgliederentscheid. Er sein kein Freund dieses Votums, denn die eigentliche Entscheidung hätten bereits die Wähler getroffen. Die SPD ringe mit sich selbst, Martin Schulz sei ein Parteivorsitzender auf Abruf und ein Teil der Partei wolle die Koalition mit der Union überhaupt nicht. Die SPD habe eine Achterbahnfahrt hingelegt, die Union sei dagegen die einzig stabile politische Kraft in Deutschland. Nun müsse Vertrauen wachsen zwischen den Koalitionären. Union und SPD hatten sich am Mittwoch auf einen Koalitionsvertrag geeinigt.