Bosz: "Wir waren keine Spitzenmannschaft"

Peter Bosz hat mit Borussia Dortmund keines der letzten vier Bundesliga-Spiele gewinnen können

Mit dem souveränen 3:1-Sieg bei Borussia Dortmund hat sich der FC Bayern endgültig als Nummer 1 der Bundesliga etabliert. In der Tabelle hat der FCB nach elf Spieltagen vier Punkte Vorsprung auf RB Leipzig und schon sechs auf den BVB. (DATENCENTER: Die Tabelle)

Daran, dass der Erfolg des Rekordmeisters verdient war, ließen auch die beiden Trainer keinen Zweifel. SPORT1 fasst die Stimmen zum Topspiel bei Sky und aus der Mixed-Zone zusammen. (DATENCENTER: Spielplan und Ergebnisse)

Peter Bosz (Trainer Borussia Dortmund):

"Heute waren wir keine Spitzenmannschaft. Bayern München war heute vor allen Dingen in der ersten Halbzeit die klar überlegene Mannschaft. Wir sind nur hinterher gelaufen und waren immer zu spät. Dann kann man nicht von einer Spitzenmannschaft reden. Wir haben uns vorgenommen sehr kompakt zu spielen, das hat aber nicht geklappt in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, dass wir es können. Da waren wir näher am Mann, da war es ein richtiges Spiel."

"Wir haben noch sechs oder sieben Monate in der Bundesliga. Wir werden versuchen, dass wir zurückkommen. Anfang der Saison haben wir gezeigt, dass wir eine gute Mannschaft haben und gut Fußball spielen können."


Gonzalo Castro (Mittelfeldspieler Borussia Dortmund):

"Wir haben die Chancen gehabt, dann wird es nochmal spannend mit den Fans im Rücken. Aber es gibt solche Phasen, da muss man als Mannschaft und Team zusammenstehen. Es war nie eine Frage des Systems, es liegt alles an uns. Wir versuchen alles, aber das Bayern auch eine gewisse Qualität hat, das sieht man ja."

Jupp Heynckes (Trainer FC Bayern):


"Wir haben hier heute gegen eine sehr gute Mannschaft insbesondere in der ersten Halbzeit überragend Fußball gespielt haben. Obwohl Borussia Dortmund auch zwei große Torchancen hatte, da hat uns Sven Ulreich im Spiel gehalten. Die Mannschaft war einhundert Prozent motiviert. Kompliment an meine Mannschaft, es war insgesamt eine super Leistung."

"Man sollte den Ball flachhalten. Man konnte vor vier Wochen nicht voraussagen, dass wir jetzt sechs Punkte vor Dortmund und vier vor Leipzig stehen. Das haben wir uns hart erarbeitet. Wir haben in den letzten viereinhalb Wochen auf dem Trainingsfeld und in den Besprechungen überragend gearbeitet. Ich muss auch ein Kompliment an unsere medizinische Abteilung aussprechen. Die Ärzte und die Physios haben auch Tag und Nacht gearbeitet, weil die Spieler extremer belastet wurden."


Sven Ulreich (Torhüter FC Bayern):

"Es ist ein schöner Tag für uns. Wir freuen uns, dass wir in der Tabelle jetzt wieder in einer komfortablen Situation sind. Wir müssen aber auch weiter konzentriert arbeiten, damit wir den Vorsprung auf Leipzig und Dortmund auch halten. Als Torwart ärgert man sich immer über Gegentore. Klar hätte ich gerne zu null gespielt. Das Wichtigste ist aber, dass wir heute gewonnen und eine gute Leistung gebracht haben. Ich habe lange nicht so regelmäßig gespielt. Deswegen freue ich mich, dass es gut läuft, und hoffe, dass es so bleibt." 

Robert Lewandowski (Stürmer FC Bayern):

"Wir haben heute richtig gut gespielt. Es war ein sehr offensives Spiel, beide Mannschaften hatten viele Chancen. Aber wir haben drei Tore geschossen. Das war ein wichtiger Sieg, wir haben gezeigt, dass wir in guter Form sind. Beim Tor zum 3:0 habe ich den Ball leicht berührt. Ob es mein Tor ist oder nicht, das spielt im Moment keine große Rolle." 

Mats Hummels (Abwehrspieler FC Bayern):

"Es war ein Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Der BVB hätte auch mehrere Tore schießen können. Wir waren auch nicht unbedingt effektiv vor dem Tor, aber am Ende hat die Effektivität doch den Ausschlag gegeben."


"Wir hätten kein Problem damit, wenn die Meisterschaft jetzt langweilig werden würde. Aber ich glaube nicht, dass es langweilig wird. Wir sind nicht ewig weit weg. Wir müssen weiter performen. Aber jetzt genießen wir es erst einmal ein paar Tage, weil wir mal durchschnaufen können. Dann geht die wilde Fahrt schon weiter."