Bosz: "Selbstvertrauen wird immer weniger"

Peter Bosz muss derzeit seine erste schwierige Phase mit dem BVB bewältigen

Nach dem mageren 1:1 (1:0) gegen APOEL Nikosia steht Borussia Dortmund vor dem Aus in der Champions League. (Der LIVETICKER zum Nachlesen)

Noch schlimmer: Der BVB muss sogar um Platz 3 bangen, der den Einzug in die Europa League bedeutet. Entsprechend enttäuscht zeigte sich Trainer Peter Bosz, der vor allem ein mentales Problem sieht. "Man merkt, wie das Vertrauen immer weniger wird."

Einen Rückschlag gab es auch für RB Leipzig, das mit 1:3 (0:1) beim FC Porto verlor (Der LIVETICKER zum Nachlesen). Der Champions-League-Neuling muss die Achtelfinal-Ambitionen damit aber noch nicht begraben.

SPORT1 fasst die Stimmen von ZDFSky und aus der Mixed Zone zusammen.


Borussia Dortmund - APOEL Nikosia:

Ömer Toprak: "Klar ist, dass wir enttäuscht sind über das Ergebnis und unbedingt gewinnen wollten. Jetzt gilt es das aufzuarbeiten und den dritten Platz zu verteidigen."

zum Spiel des BVB: "Es hat gefehlt, dass wir mehr als ein Tor gemacht haben. Wir haben 26 Torschüsse und der Gegner einen. Dann steht es 1:1, da brauchen wir nicht darüber diskutieren. Letztendlich fehlen Kleinigkeiten." 

zum fehlenden Plan B von Peter Bosz: "Daran liegt es auf gar keine Fall. Wir haben 26:1 Torschüsse und der Gegner steht 90 Minuten tief in der eigenen Hälfte. Wir brauchen nicht über das System reden. Wenn wir hier drei oder vier Tore machen spricht keiner über das System."

zu den nächsten zwei Spieltagen: "Wir brauchen nicht zu rechnen. Wir wollen den dritten Platz verteidigen."


BVB-Trainer Peter Bosz: "Die Enttäuschung ist sehr groß, denn so ein Spiel muss man gewinnen. Man hat gesehen, dass das Vertrauen nicht ganz da ist. Nach dem 1:0 müssen wir das zweite Tor machen, dann wäre es ganz einfach gewesen. Ich glaube, dass wir gerade eine Phase haben, wo es nicht auf unsere Seite geht. Es ist sehr schwer, denn wir brauchen ein Sieg. Man sieht wie das Selbstvertrauen immer weniger wird."

Zum Duell gegen die Bayern am Samstag: "Wir haben einen Tag weniger als die Bayern. Wir müssen das zusammen machen. Wir sind zusammen da drin und kommen da auch zusammen wieder raus. Das geht aber nur, wenn wir hart arbeiten, Vertrauen haben - und endlich mal gewinnen."


Marcel Schmelzer: "Wir stecken gerade in einer etwas schlechteren Phase. Das hat man heute wieder gesehen. Wir haben uns viele Chancen herausgearbeitet, aber leider nicht das zweite Tor gemacht. Wir bekommen mit dem ersten Torschuss das 1:1. Das müssen wir als Mannschaft zusammen mit dem Trainer durch. Wir müssen weiter hart arbeiten."

Zur Einstellung des BVB: "Die Einstellung hat heute gestimmt."

FC Porto - RB Leipzig:


Timo Werner: "Es war wie im Hinspiel. Wir kriegen wieder nach Standards zwei dumme Tore, wo wir wissen, dass Porto gefährlich ist. Gerade nach dem 1:1 hatten wir Aufwind, aber kriegen dann so ein dummes Tor. Das kann einem auswärts das Genick brechen. Heute war mehr drin"

zu seiner Joker-Rolle: "Das hat mich nicht überrascht. Genau diese Mannschaft hat daheim gegen Porto gewonnen. Ich bin aus einer Verletzung gekommen und noch nicht bei 100 Prozent, deswegen verstehe ich das. In der Champions League braucht man elf Spieler die zu 100 Prozent da sind."

zur Tabelle vor den letzten Spielen in der Champions League: "Wir müssen beide Spiele gewinnen, dann sind wir in der nächsten Runde."


Willi Orban: "Die Standards sind die große Schwachstelle gewesen. Es ist unerklärlich, weil wir das vor dem Spiel mehrmals angesprochen haben. Wir machen wieder ein gutes Spiel und uns alles kaputt, das ist brutal."

zu einer potenziellen Mini-Krise: "Es ist uns im Endeffekt egal, wie man das bezeichnet. Es ist für uns nicht zufriedenstellend und das müssen wir uns ankreiden. Es ist ärgerlich, dass wir hier auswärts eigentlich kein schlechtes Spiel gemacht haben. Die Gegentore sind zu einfach."

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Marcel Sabitzer: ""Wir haben vor dem Spiel erneut über die Standards gesprochen, umso ärgerlich ist es, dass wir wieder zwei Treffer nach Standards kassiert haben. Das ist für uns nicht zufriedenstellend. Wir haben auswärts ansonsten kein schlechtes Spiel gemacht, da war heute mehr drin."

Ralph Hasenhüttl: "Wenn wir beide Spiele gegen Porto sehen, haben wir nur Standardsituationen zugelassen. Damit macht man sich die ganze Arbeit kaputt. Das ist extrem bitter und darf uns nicht passieren."