Bosch will bei digitalen Mobilitätsdienstleistungen durchstarten

Der Autozulieferer Bosch hat eine eigene Abteilung für digitale Mobilitätsdienstleistungen gegründet. Dafür übernahm der Konzern den US-Mitfahrservice Splitting Fares, wie Bosch-Chef Volkmar Denner am Mittwoch ankündigte. Das Internet-Startup hilft bei der Organisation von Fahrgemeinschaften innerhalb von Unternehmen. Außerdem weitet Bosch seinen Elektroroller-Verleih mit Madrid nach Berlin und Paris auf die dritte Stadt aus. Schließlich entwickelte der Konzern einen Algorithmus zur verbesserten Berechnung der Reichweite von Elektroautos.

Der neuen Abteilung sind laut Mitteilung insgesamt 600 Mitarbeiter zugeordnet. Sie sollen sich um Entwicklung und Vertrieb der neuen Dienste kümmern. "Vernetzung wird die Art, wie wir uns fortbewegen, grundlegend verändern und dabei helfen, die Verkehrsprobleme von heute zu lösen", erklärte Bosch-Chef Denner. "Mit ihr wird unsere Vision einer emissionsfreien, stressfreien und unfallfreien Mobilität Realität."

Die Stuttgarter zitieren in ihrer Mitteilung Schätzungen von der Unternehmensberatung PWC, wonach der Markt für digitale Mobilitätsdienstleistungen in vier Jahren bereits 140 Milliarden Euro betragen soll. Bis 2025 soll es demnach 470 Millionen vernetzte Fahrzeuge geben.