Bosch, VW, SAP: Bei welchen Unternehmen ihr schon aus dem Ausland arbeiten könnt und bei welchen nicht

Jeder siebte Deutsche wollte im vergangenen Corona-Winter lieber im Ausland arbeiten. - Copyright: Matthew Micah Wright, Getty Images
Jeder siebte Deutsche wollte im vergangenen Corona-Winter lieber im Ausland arbeiten. - Copyright: Matthew Micah Wright, Getty Images

Ob vom Strand oder aus dem Hotelzimmer: Schon im vergangenen Jahr wollte jeder siebte Deutsche im Corona-Winter lieber im Ausland arbeiten, zeigte eine Umfrage von Business Insider, die das Meinungsforschungsinstitut Civey unter 2500 Deutschen durchgeführt hat.

Auf die Frage, „Wo würden Sie im Herbst beziehungsweise im Winter am liebsten arbeiten“, antworteten 44 Prozent „im Homeoffice“ und 31 Prozent „im Büro“. 16 Prozent hingegen wollten dem drohenden Corona-Winter entgehen und aus dem Ausland arbeiten.

Und immer mehr große Unternehmen erlauben ihren Beschäftigten tatsächlich zeitweise aus dem Ausland zu arbeiten. Denn es hilft ihnen in Zeiten des Fachkräftemangels auch Mitarbeiter zu halten.

Beim Pharmakonzern Merck dürfen Beschäftigte bis zu zwei Monate außerhalb Deutschlands arbeiten

So können Angestellte bei Bosch seit April 2022 bis zu 54 Tage im Jahr außerhalb Deutschlands arbeiten, wie aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht. Beim Pharmakonzern Merck sind es 60 Tage. Der Zulieferer Continental erlaubt seit Jahresanfang bis zu 40 Tage, beim Software-Riesen SAP sind es 30 Tage. Beide erhoffen sich damit auch eine größere Attraktivität als Arbeitgeber. Adidas macht 10 Tage möglich.

Andere große Unternehmen prüfen derzeit solche Möglichkeiten, darunter etwa die Autobauer VW und Mercedes-Benz. Noch fehlten rechtliche Rahmenbedingungen, was zu aufwendigen Einzelfallprüfungen und rechtlichen Risiken führe, hieß es von Mercedes. Auch bei der Deutschen Bank ist mobiles Arbeiten derzeit nur in Deutschland möglich – die Bank beobachte aber die laufenden Rechtsentwicklungen.

Mit Material der DPA / jel