Borussia Mönchengladbach hadert nach BVB-Pleite mit dem VAR: "Das ist doch Wahnsinn"

Borussia Mönchengladbachs Mittelfeldspieler Jonas Hofmann hat nach der 1:2-Pleite gegen Borussia Dortmund Schiedsrichter Sascha Stegemann und besonders das Vorgehen des VAR scharf kritisiert. Grund dafür war eine Szene am Ende der ersten Halbzeit, als BVB-Verteidiger Dan-Axel Zagadou Hofmann im Sechzehner ohne Ball wegblockte.

"Ich verstehe es nicht. Das war ein glasklarer Elfmeter", schimpfte Hofmann bei Sky über die Entscheidung von Stegemann, das Spiel weiterlaufen zu lassen, obwohl Zagadou nach seinem zu kurz geratenen Rückpass auf Roman Bürki bewusst den Körper in den Laufweg des Gladbacher Mittelfeldspielers stellte und diesen so zu Fall brachte.

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Besonders die Tatsache, dass die Szene anschließend vom Videoassistenten geprüft worden sei, jedoch für nicht elfmeterwürdig gehalten wurde, brachte Hofmann in Rage. "Ich hätte mir gewünscht, dass sich der Schiedsrichter die Szene zumindest noch einmal anschaut. Das ist doch Wahnsinn", empörte sich Hofmann, für den die ganze Sache "unerklärlich" sei.

Gladbach-Kapitän Stindl: "Es war eine fragwürdige Situation"

Gladbachs Trainer Marco Rose übte sich anders als Hofmann nach dem Spiel bezüglich der strittigen Szene in Zurückhaltung: "Wir haben einen Keller, der hochqualifiziert Entscheidungen trifft. Unabhängig davon, was ich sage, werde ich mich hinten raus wieder belehren lassen dürfen. 50 Prozent von Fußball-Deutschland sagt klarer Elfmeter, die anderen 50 Prozent sagen, es ist kein Elfmeter, da der Ball zu weit weg ist."

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Kapitän Lars Stindl bezeichnete den Block von Zagadou an Hofmann als "fragwürdige Situation", in der man den Elfmeter "gerne genommen" hätte. Zu diesem Zeitpunkt lief Gladbach einem 0:1-Rückstand hinterher und hätte durch einen Strafstoß kurz vor der Pause die Möglichkeit gehabt, mit einem 1:1 in die Kabine zu gehen. Die Fohlenelf kam im zweiten Durchgang auch ohne einen Elfmeter zum Ausgleich, allerdings reichte der Treffer von Stindl nicht, um gegen den BVB zu punkten, weil Achraf Hakimi 20 Minuten vor dem Ende das 2:1 für die Dortmunder markierte.

"Wir hatten eine richtig starke erste Halbzeit", analysierte Rose die Partie: "Dortmund hatte außer dem Tor gar nichts. Sie sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Wir haben eine Phase gehabt, wo wir zu viel gewollt haben. Das sind die Momente, die uns noch fehlen, um die ganz großen Mannschaften zu schlagen." Durch die Niederlage rutschte Roses Mannschaft in der Tabelle aus den Champions-League-Rängen ab und hat jetzt einen Punkt Rückstand auf Bayer Leverkusen.

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