Borussia Dortmunds Sokratis: "Ich würde gerne die Europa League gewinnen"

Der BVB scheiterte in der CL-Gruppenphase und tritt nun in der zweitklassigen Europa League an. Das tut dem Ehrgeiz von Sokratis aber keinen Abbruch.

Borussia Dortmunds Innenverteidiger Sokratis möchte nach dem Ausscheiden in der Champions League die Europa League gewinnen. Kritik von Peter Boszs Co-Trainer interessiert ihn nicht.

"Was genau wir besprochen haben, bleibt intern. Aber ich finde, dass wir in der Bundesliga Zweiter werden sollten. Und ich würde gerne die Europa League gewinnen", formuliert Sokratis im Gespräch mit Reviersport die Ziele Borussia Dortmunds für die Rückrunde.

Nach einer wechselhaften Hinrunde hat der BVB die Qualifikation fürs Achtelfinale der Königsklasse verpasst und muss nun im zweitklassigen Wettbewerb Europas ran. Für Sokratis kein Problem: "Das ist Borussia Dortmund noch nie gelungen, und wir könnten als die Ersten dafür sorgen, dass der Klubname in den Pokal eingraviert wird."

Keine Antwort auf Krüzen-Kritik

Kürzlich wurde der Innenverteidiger von Hendrie Krüzen, Co-Trainer des beurlaubten Peter Bosz, kritisiert. Das lässt Sokratis aber kalt: "Es ist unnötig, darauf zu antworten. Ich spiele seit viereinhalb Jahren bei Borussia Dortmund, ich habe 180 Spiele für den BVB gemacht. Und ich habe immer alles gegeben."

Der Grieche möchte nur nach vorne blicken: "Wenn so viel darüber diskutiert wird, was früher war, kommen dabei auch immer Dinge heraus, die nicht der Wahrheit entsprechen. Ich werde auf keinen Fall unsere Ex-Trainer kritisieren. In der Rückrunde wollen es alle gemeinsam besser machen."

Sokratis entspannt bei Aubameyang

Das "Gemeinsam" wurde zuletzt in Dortmund oft in Frage gestellt. Sokratis kann das nicht nachvollziehen: "Ich bin überzeugt, dass wir unter den großen Mannschaften Europas die mit dem größten Zusammenhalt sind." Daran würde auch die Sonderrolle für Pierre-Emerick Aubameyang nichts ändern.

"Klar, er war mal unpünktlich. Aber wir müssen auch sehen, was er in den vergangenen viereinhalb Jahren für diese Mannschaft geleistet hat. Die Regeln müssen natürlich eingehalten werden, Respekt muss sein", meinte der 29-Jährige zum Diskussionsthema Nummer eins beim BVB.

Bessere Taktik unter Stöger

Unter Neu-Trainer Peter Stöger soll nun vieles besser werden: "Er hat uns von der ersten Minute an einen klaren Plan vorgegeben, wie er die Dinge haben will. Die Taktik hat sich etwas geändert, wir sichern besser ab. Durch einen neuen Trainer kommt automatisch ein frischer Wind – aber auch das soll keine Kritik an Peter Bosz sein."

Derzeit steht Dortmund in der Bundesliga auf dem dritten Rang. Zwei Punkte trennen die Borussen vom zweitplatzierten FC Schalke 04. In der Europa League trifft der BVB auf die italienische Mannschaft Atalanta Bergamo.