Zorc verrät einen seiner kuriosesten Transfers

Michael Zorc verpflichtete Henrikh Mkhitaryan im Jahr 2013 für 27,5 Millionen Euro

Michael Zorc hat schon eine Menge erlebt. In seinen fast 20 Jahren als Sportdirektor von Borussia Dortmund hat der 55-Jährige ungefähr 300 Spieler gekauft und verkauft und dabei mehr als eine Milliarde Euro auf dem Transfermarkt bewegt.

Im Sommer verkaufte er Ousmane Dembele für mögliche 148 Millionen Euro an den FC Barcelona, nachdem er den Franzosen erst ein Jahr zuvor für 15 Millionen von Stade Rennes verpflichtet hatte. Es war einer der bisher spektakulärsten Deals in der Geschichte der Bundesliga.

Einer der schwierigsten Transfers für Zorc war allerdings ein anderer: "Der Kauf von Henrikh Mkhitaryan gehört sicher dazu", verriet der BVB-Macher nun dem kicker. "Er ist unter sehr ungewöhnlichen Begleitumständen abgelaufen, so würde ich es mal formulieren. Da habe ich noch einiges dazugelernt."

Er und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke seien 2013 in die Ukraine gereist, um den Wechsel von Schachtjor Donezk nach Dortmund endgültig in trockene Tücher zu bringen. Bei den Verhandlungen mit dem Präsidenten von Schachtjor gab es jedoch ein Problem.


"Nach jedem dritten Satz musste er sich aber erst einmal mit dem wirklichen Entscheider, dem milliardenschweren Unternehmer Rinat Akhmetov, absprechen", erzählte Zorc: "Obwohl der nur 100 Meter entfernt saß, haben wir ihn nie zu Gesicht bekommen."


Mkhitaryans Wechsel vom ukrainischen Topklub zum BVB ging schließlich für 27,5 Millionen Euro über die Bühne. Drei Jahre später verkaufte Dortmund den Armenier für 42 Millionen Euro an Manchester United.

Zum damaligen Zeitpunkt war es der teuerste Transfer der BVB-Vereinsgeschichte.