Borussia Dortmund: Hans-Joachim Watzke hofft bei Mario Götze auf den Favre-Effekt

Mario Götze wurde nicht für WM in Russland nominiert. Für den 26-Jährigen soll unter Neu-BVB-Coach Lucien Favre alles besser werden, hofft Watzke.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (59) von Bundesligist Borussia Dortmund hofft auf einen Neustart von Mario Götze (26) unter Trainer Lucien Favre. Der neue Trainer werde versuchen, "ihm massiv zu helfen. Und den Rest muss Mario machen", sagte Watzke im Podcast Phrasenmäher der Bild-Zeitung: "Das ist auch klar: Es liegt bei ihm ganz bestimmt nicht am Wollen. Er ist sehr professionell, er macht und tut alles."

Trotzdem sei bei ihm im Fall Götze zuletzt der Eindruck entstanden, "dass irgendwas fehlt. Und das kann nur der Spieler jetzt in Zusammenarbeit mit dem Trainer lösen. Das müssen wir jetzt mal abwarten, ob das funktioniert", sagte Watzke und nahm das einstige Supertalent in die Pflicht: "Ich glaube, dass Mario ein kluger Junge ist. Er weiß genau, um was es geht. Er muss natürlich wissen: Das ist jetzt für ihn eine ganz entscheidende Saison."

Watzke über Götzes Zeit in München: "Muss man berücksichtigen"

Watzke ist sich allerdings auch der Problematik bewusst, die Götzes Abschied vom FC Bayern mit sich brachte: "Wenn es da optimal funktioniert hätte, würde er ja normalerweise nicht zu uns zurückkommen. Das muss man auch dabei berücksichtigen. Der Spieler empfindet das möglicherweise auch immer ein Stück weit als Scheitern." Götze, der Deutschland 2014 in Brasilien zum WM-Titel geschossen hatte, konnte in der abgelaufenen Saison beim BVB nicht überzeugen. Von Bundestrainer Joachim Löw war der Held von Rio auch nicht für die WM in Russland nominiert worden.

Zudem merkte der 59-jährige Watzke an, sich manchmal auch die Rückkehr von Mats Hummels und Robert Lewandowski zu wünschen: Nicht zuletzt, um einen anderen Traum zu erfüllen: "Ich würde schon gerne noch mal für alle Borussen die Schale um den Borsigplatz fahren lassen."