Borowka schießt gegen Kahns Tipico-Werbung

Oliver Kahn wirbt öffentlich für Sportwetten. Der ehemalige Torhüter des FC Bayern München verletzt damit für Ex-Nationalspieler Uli Borowka seine Rolle als Vorbild.

Oliver Kahn wirbt nach seinem Karriereende für Sportwetten

Wer in den Profiligen Deutschlands aktiv ist, muss in seinem Vertrag in aller Regel bestätigen, dass er nicht an Sportwetten teilnimmt. Das gilt nicht für ehemalige Profis und so wirbt Torwart-Ikone Kahn öffentlich für das Unternehmen Tipico.

Der Slogan “Ihre Wette in sicheren Händen“ stößt Borowka sauer auf. Der ehemalige Nationalspieler Deutschlands verschaffte seinem Ärger in der ARD Luft: “Beim Wetten kann ich das Wort sicher mit Sicherheit nicht nehmen. Sicher ist was Anderes, aber nicht beim Wetten.“

Kahn habe eine Rolle als Vorbild, so Borowka. Diese missbrauche er mit seiner Werbung für riskante Sportwetten: “Da werden Menschen motiviert zum Zocken, auch dahin gelockt zum Zocken. Ich würde mich für so etwas nicht hergeben. Da bin ich ganz ehrlich!”


Borowka war einst spielsüchtig

Kahn selbst hatte im Rahmen seines Werbevertrags einmal erklärt, “dass jetzt hier in Deutschland Millionen Sportfans ihr Sportwissen nutzen und Wetten platzieren können und dabei einfach Spaß haben können.“

Für Borowka ist das nicht zu rechtfertigen: “Wenn Zocken in dem Sinne zur Kultur in Deutschland gehört, dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Das sind Aussagen, die finde ich komplett falsch.“

Borowka unterzog sich einst einer Therapie aufgrund einer Alkohol-, Medikamenten, -und Spielsucht. Vollständig genesen setzt er sich seitdem mit der Uli Borowka Suchtprävention und Suchthilfe e.V. für betroffene Jugendliche ein.

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