Booster-Impfung für alle: Stiko prüft die Empfehlung

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Noch sind sie in Deutschland nur für Menschen empfohlen, die älter als 70 Jahre sind: Auffrischungsimpfungen gegen Corona. Doch Länder wie Israel, in denen alle Personen über zwölf Jahren angehalten sind, sich den sogenannten Booster-Shot verabreichen zu lassen, könnten bald hierzulande zum Vorbild werden. Dieser Eindruck entsteht zumindest, wenn man hört, was die Ständige Impfkommission zu dem Thema sagt.

Man wolle kurzfristig entscheiden, ob Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus in Deutschland für alle empfohlen werden sollen, sagte Stiko-Vorsitzender Thomas Mertens am Dienstag, 2. November, zur Funke Mediengruppe. „Die Ständige Impfkommission prüft im Moment sehr intensiv, ob sie Auffrischungsimpfungen für alle Bevölkerungsgruppen empfehlen wird.“

Es gebe Daten aus internationalen Studien, die dafür sprächen – wobei geprüft werden müsse, inwieweit diese Ergebnisse auf Deutschland übertragbar seien. „Eine Entscheidung darüber wird in wenigen Wochen fallen“, sagte Mertens weiter. Bei einer solchen allgemeinen Empfehlung für Booster-Impfungen sei die Frage entscheidend, ob dadurch die Weiterverbreitung des Virus gebremst werden könne.

Jens Spahn, geschäftsführender Bundesgesundheitsminister, hatte bereits darauf hingewiesen, dass laut Impfverordnung grundsätzlich alle Menschen Anspruch auf Booster-Impfungen hätten. Ärztevertreter hatten daraufhin Kritik an Spahn geübt. Durch seine Äußerung werde der Aufklärungs- und Diskussionsbedarf in den Praxen größer, die die Impfungen setzten, meinte etwa der Hausärzteverband.

jb/ dpa

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