Die boomende Cannabis-Industrie steht vor einem unerwarteten Problem

Business Insider Deutschland
Immer mehr junge Menschen konsumieren Cannabis

Die Cannabis-Industrie boomt. Im vergangenen Jahr wuchs der US-Markt um sagenhafte 34 Prozent, wie eine Studie des Analysehauses Arcview Market Research zeigt. Verbraucher gaben vergangenes Jahr allein in den USA mehr als 6,2 Milliarden Euro für Cannabis-Produkte aus. 

Neue Produkte und Vertriebswege entstehen und mit ihnen neue Jobs.  Deshalb steht die Branche nun vor einem unerwarteten Problem: Viele geeignete Kandidaten sind verurteilte Drogenstraftäter — und viele von ihnen wurden mit Cannabis erwischt, bevor es in einigen Bundesstaaten legalisiert wurde. Ein seltsames Dilemma.

Anfang des Jahres sorgte ein Produzent von medizinischem Marihuana, Patriot Care aus Massachusetts, für eine Kontroverse: Der Geschäftsführer sprach sich gegen die Aufhebung des Ausschlusses von Drogenstraftätern aus dem staatlichen Programm zur Versorgung mit medizinischem Cannabis aus.

Absurde Doppelmoral im Umgang mit Cannabis

Viele Bundesstaaten haben Marihuana-Gesetze, die Drogenstraftäter von der Arbeit in der Cannabisindustrie ausschließen. Tatsächlich verhindern diese Gesetze den Schwarzhandel jedoch nicht. Sie schließen vor allem Menschen mit Drogenvergangenheit aus, die zu einem überproportional großen Anteil Afro-Amerikaner und Latinos sind. 

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