Bombenentschärfung: Am Mittwoch wird Potsdam zur Sperrzone

Am Dienstag liefen in Potsdam die Vorbereitungen für die Sprengung der Weltkriegsbombe am Mittwoch

Potsdam.  Die Heilig-Geist-Park-Residenz liegt idyllisch am Havelarm Alte Fahrt direkt gegenüber der Freundschaftsinsel. Doch die Mitarbeiter hatten am Dienstag keinen Blick für die herbstliche Idylle im Sonnenschein. Stattdessen sorgen sie sich um ihre 110 Bewohner, die das Haus verlassen müssen. "Wir sind gerade mit den Technikern fertig, die den Transport vornehmen, jetzt informieren wir die Pflegekräfte", sagt die Pflegeleiterin der Einrichtung, Marina Klassen. Die Residenz ist eine von zwei Pflegeeinrichtungen, die von der Evakuierung in Potsdam betroffen sind.

Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe am Hauptbahnhof steht am heutigen Mittwoch die Entschärfung des 250 Kilogramm schweren Blindgängers an. Um die gesamte südliche Innenstadt wird am Morgen ein 800 Meter großer Sperrkreis gebildet, 9700 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen. 600 Polizisten, Feuerwehrleute und freiwillige Helfer werden den Sperrkreis sichern. Wie lange die Entschärfung dauern wird, ist unklar.

Bild Nr. 1:
Stadt Potsdam

Bei vielen Pflegebedürftigen kommen Erinnerungen hoch

Für die Bewohner der Heilig-Geist-Residenz wurden Räume in der Förderschule am Schlaatz bereitgestellt. Hier werden sich die Pflegekräfte um die Bewohner kümmern. Neben den logistischen Problemen muss Pflegeleiterin Klassen mit ihren Mitarbeitern psychologischen Beistand leisten. "Bombenentschärfung, Evakuierung – da kommen bei vielen Pflegebedürftigen Erinnerungen hoch", sagt sie.

Deswegen wird eine Mitarbeiterin, die auf die psychiatrische Betreuung älterer Mensche...

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