Bombenalarm: US-Finanzminister erhält Pferdemist zu Weihnachten

Steven Mnuchin (r.) und seine Ehefrau Louise Linton erhielten ein ungebetenes Geschenk. (Bild: AP Photo)

Ein verdächtiges Weihnachtspaket vor dem Haus des US-Finanzministers Steven Mnuchin hat für einen Bombenalarm gesorgt. Der Inhalt entpuppte sich jedoch lediglich als Pferdemist. Den will ein Kritiker der Trump-Regierung an den Ex-Investmentbanker geschickt haben – aus Protest gegen die geplante Steuerreform.

Ein Nachbar Mnuchins hatte das in weihnachtliches Geschenkpapier gehüllte Paket an Heiligabend in der Auffahrt der Villa in Los Angeles entdeckt und die Polizei alarmiert. Die löste daraufhin einen Bombenalarm aus und riegelte am späten Abend die gesamte Nachbarschaft im edlen Stadtteil Bel Air ab. Schnell konnten Spezialisten jedoch Entwarnung geben. Das Paket enthielt lediglich Pferdemist, wie US-Medien unter Berufung auf einen Polizeisprecher berichteten.

Der vermeintliche Absender ist keineswegs abgetaucht, sondern sucht sogar die Öffentlichkeit. Robby Strong hatte seine Aktion einen Tag zuvor auf Facebook angekündigt und einen Helfer gesucht. Er brauche jemanden, der mitfahre und sein Projekt dokumentiere, schrieb Strong, der nach eigenen Angaben als Psychologe beim psychiatrischen Dienst des Bezirks Los Angeles arbeitet. Der Staatsbedienstete betonte: „Keine Verkleidung, keine falschen Namen. Ich stehe dazu. Du bist nur machtlos, wenn du tatenlos bleibst!“ Dazu postete Strong Fotos, die ihn beim Befüllen eines Kartons mit Pferdeäpfeln zeigen.

Er habe mit der Aktion lediglich sein verfassungsmäßiges Recht auf freie Meinungsäußerung in Anspruch genommen, sagte Strong der Internetseite AL.com. Er stellte nach eigener Aussage ein Paket vor Mnuchins Villa in Bel Air und ein weiteres vor dessen Anwesen in Beverly Hills ab. Dazu gab es jeweils eine „Grußkarte“: „Wir geben das ‚Geschenk’ der Weihnachts-Steuerreform zurück. Sie ist sch****. Die besten Grüße. Das Amerikanische Volk.“ Trump hatte kurz vor Weihnachten das neue Steuergesetz unterzeichnet. Es entlastet vor allem Unternehmen und Wohlhabende.

Vor einer Anzeige hat Strong angeblich keine Angst. „Gibt es ein Gesetz, dass es dir verbietet, eine Kiste mit Mist abzustellen? Nicht wirklich“, sagte er. An Sendungsbewusstsein mangelt es ihm ebenfalls nicht. „Ich wurde soeben vom Secret Service verhört und ich habe mich jetzt zu einigen meiner Helden wie Timothy Leary und Martin Luther King gesellt“, sagte Strong mit Verweis auf den LSD-Verfechter und den Bürgerrechtler.