Bogenschießen: Frau Richter hat den Bogen raus

Elena Richter hat beim Weltcup in Berlin eine Medaille mit dem Team im Visier

Berlin.  Elena Richter hat bereits zu Fuße des Pariser Eiffelturms geschossen, inmitten des pulsierenden Pudong-Viertels in Shanghai und an der Strandpromenade von Antalya. An all diesen Orten machte der Weltcup im Bogenschießen in den vergangenen Jahren Station.

In dieser Woche kommen die weltbesten Bogenschützen erstmals nach Berlin: Die Qualifikation wird ab Mittwoch auf dem Maifeld ausgetragen, die Finals am Wochenende auf dem Lilli-Henoch-Sportplatz am Anhalter Bahnhof.

"Das ist alles sehr aufregend", sagt Richter. Normalerweise können ihre Freunde die Wettkämpfe nur im Internet verfolgen, doch dieses Mal werden viele von ihnen hautnah auf der Tribüne mitfiebern. "Der Druck wird größer sein als sonst", sagt die Berlinerin. "Aber ich freue mich trotzdem total auf die Veranstaltung."

Die Berlinerin war bereits Welt- und Europameisterin

Die gesamte Weltspitze wird in Berlin am Start sein. Südkorea, die erfolgreichste Bogenschieß-Nation der Welt, schickt seine besten Athleten, darunter Chang Hye-Jin, die Olympiasiegerin von 2016. Aus deutscher Sicht ruhen die Hoffnungen vor allem auf Lisa Unruh – die Berlinerin hatte in Rio de Janeiro Olympia-Silber geholt und war im Finale Chang Hye-Jin nur knapp unterlegen.

Elena Richter ist mit Unruh gut befreundet, beide kennen sich seit der siebten Klasse. Ihre Ziele für den Weltcup: Im Einzel will Richter unter die besten 16, mit dem Team eine Medaille gewinnen. Die 28-Jährige vom BSC BB-Berlin war 2011 bereits Europameisterin, ein Jahr später start...

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