Boeing mit rabenschwarzer Bilanz für 2020

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Mit gerade mal 157 Verkehrsflugzeugen fielen Boeings Auslieferungen 2020 historisch schlecht aus.
Mit gerade mal 157 Verkehrsflugzeugen fielen Boeings Auslieferungen 2020 historisch schlecht aus.

2019 machten Boeing die Flugverbote für den Verkaufsschlager 737 Max zu schaffen. Dieses Jahr lief es aber noch viel schlechter für den US-Flugzeugbauer.

Chicago (dpa) - Das Debakel um den Absturzflieger 737 Max und die Corona-Krise haben im vergangenen Jahr tiefe Spuren in Boeings Auftrags- und Auslieferungsbilanz hinterlassen.

Unterm Strich erhielt der Airbus-Rivale 2020 nach eigenen Angaben gut 650 Stornierungen. Insgesamt wurden sogar mehr als 1000 Bestellungen aus dem Orderbuch gestrichen, weil viele Aufträge als unsicher gelten.

Mit lediglich 157 Verkehrsflugzeugen fielen auch die Auslieferungen im vergangenen Jahr historisch schlecht aus. Im Vorjahr - das bereits stark unter den im Zuge zweier Abstürze verhängten Flugverboten für den Verkaufsschlager 737 Max litt - hatte Boeing noch rund 60 Prozent mehr Maschinen an die Kundschaft bringen können. Der Konkurrent Airbus enteilt mit 566 ausgelieferten Jets im Jahr 2020 immer weiter.

Immerhin ging es für Boeing zuletzt wieder etwas bergauf. Nachdem der Krisenflieger 737 Max wieder zugelassen wurde, gingen einige Bestellungen ein. Am Dienstag gab zudem die Post-Tochter DHL Express bekannt, acht Frachtflugzeuge vom Typ Boeing 777F geordert zu haben. Darüber hinaus erhielt Boeing eine Bestellung für seinen schon totgesagten Jumbo-Jet 747-8 von der US-Fluggesellschaft Atlas.