Bode-Museum: Wachmann Dennis W. gab den Münzdieben entscheidende Tipps

Ein Tatverdächtiger wird am Morgen von Spezialeinsatzkräften der Berliner Polizei abgeführt.

Nach den Festnahmen im Zusammenhang mit dem Goldmünzen-Diebstahl aus dem Bode-Museum steht fest, dass die Einbrecher Insider-Wissen hatten. Unter den am Mittwoch Festgenommenen ist mit Dennis W. (19) auch Aufsichtspersonal aus dem Museum. Die Ermittler sind sich sicher, dass er die arabische Großfamilie R. mit den entscheidenden Informationen und Interna aus dem Museum versorgte.

Durch Observationen und Telekommunikationsüberwachung (TKÜ) stieß die Polizei auf ein ganzes Netzwerk, das am Einbruch ins Bode-Museum beteiligt gewesen sein soll. Bei der Razzia am Mittwochmorgen wurden 14 Objekte in Berlin und Brandenburg durchsucht. Schwerpunkte waren die Bezirke Neukölln und Moabit. Laut Oberstaatsanwältin Martina Lamb, welche die Ermittlungen leitete, wurden vier Haftbefehle vollstreckt.

Gegen neun weitere Personen, darunter auch Hehler, laufen Ermittlungsverfahren. Neben Dennis W. wurden noch die Verwandten Abdel R., Ahmed R. und Wissam R. verhaftet. Sie sind alle zwischen 18 und 20 Jahre alt – und würden damit nach Jugendstrafrecht verurteilt.

Dennis W. hatte erst im März dieses Jahres über ein Subunternehmen als Aufsichtsperson im Bode-Museum angefangen. "Wir glauben allerdings nicht, dass er da schon eine Tatabsicht hatte", sagt Carsten Pfohl, Leiter für qualifizierte Eigentumsdelikte beim Landeskriminalamt (LKA) Berlin. Er habe vielmehr bei seiner Arbeit die Tatgelegenheit erkannt. Auf die Schliche kamen die Ermittler Dennis W. wegen anderer Taten. So ...

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