Frankfurts Griff ins obere Regal

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Frankfurts Griff ins obere Regal
Frankfurts Griff ins obere Regal

Die Spekulationen rund um den neuen Trainer haben bei Eintracht Frankfurt ein Ende gefunden.

Oliver Glasner verlässt den VfL Wolfsburg trotz bis 2022 laufenden Vertrags und schließt sich den Hessen zur kommenden Saison für drei Jahre bis 2024 an. Wie SPORT1 erfahren hat, war der Österreicher von Beginn an der Top-Kandidat bei den Hessen.

Eintracht überweist 1,7 Millionen Euro nach Wolfsburg

Freilich hatten die Frankfurter auch noch andere Namen wie Stefan Leitl, Gerardo Seoane oder Raúl auf der Liste, doch nach intensiven Beobachtungen und mehreren Gesprächen fiel die Wahl auf Glasner.

Der 46-Jährige sammelte Erfahrungen in Österreich als Co-Trainer bei Salzburg, bevor sein Weg über Ried und Linz in die Bundesliga zu den Niedersachen führte. Nach Rang sieben im ersten Jahr folgte nach einer konstant starken Spielzeit der Sprung in die Champions League.

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Doch das Tischtuch zwischen Glasner und Manager Jörg Schmadtke war zerschnitten. Trotz des Erfolgs konnte die Zusammenarbeit nicht mehr fortgesetzt werden.

Die Eintracht wartete geduldig ab und schlug nach Saisonende zu. Glasner ließ seine Ausstiegsklausel Mitte Mai verstreichen und so muss Frankfurt statt fünf bis sechs Millionen Euro nach SPORT1-Informationen einen Betrag in Höhe von 1,7 Millionen Euro überweisen.

Frankfurt bedient sich mit Krösche und Glasner in der Bundesliga-Spitzengruppe

Es dokumentiert das neue Selbstvertrauen der Hessen, die sich als Tabellenfünfter inzwischen in der Spitzengruppe der Bundesliga bedienen können. Neben Oliver Glasner kommt als Sportvorstand Markus Krösche, der sich bereits bis 2025 gebunden hat, von RB Leipzig. Spitzenpersonal von Rang vier und zwei also – ein Beleg für die herausragende Entwicklung der Frankfurter.

Der Umbruch auf der Führungsebene ist somit geschafft, nun steht die Kaderplanung bei der Eintracht im Fokus. Während André Silva wohl nicht zu halten ist, könnten sich Filip Kostic, Daichi Kamada oder Evan N'Dicka nun zweimal überlegen, ob sie den Klub verlassen wollen.

Glasner hat in Wolfsburg bewiesen, dass er Spieler besser machen kann: Ridle Baku feierte sein Nationalmannschaftsdebüt und bildete mit Kevin Mbabu eine herausragende rechte Seite, der erst 21 Jahre alte Maxence Lacroix stand zwischenzeitlich auch bei Borussia Dortmund auf der Liste.

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Bobic- und Hütter-Abgang: Große Lücke muss geschlossen werden

Eine solche Entwicklung der Leistungsträger und Talente erhoffen sich die Verantwortlichen auch in Frankfurt. Mit Fabio Blanco und Ali Akman kamen zwei große Talente hinzu, der Kader muss verjüngt und für die Dreifachbelastung gerüstet werden.

Die Lücke, die es nach den Abgängen von Fredi Bobic (Hertha BSC) und Adi Hütter (Borussia Mönchengladbach) dabei zu schließen gilt, ist trotz Einnahmen in Höhe von rund zehn Millionen Euro gewaltig. Doch die Namen Markus Krösche und Oliver Glasner lassen die Zuversicht, diese Aufgabe zu meistern, wachsen.