Nach Bob-Zoff mit Kiriasis: Jamaika-Athletin war wohl gedopt

Eine der beiden jamaikanischen Bobfahrerinnen wurde positiv auf ein Dopingmittel getestet

Es ist das nächste Kapitel einer unglaublichen Geschichte.

Nach der Schlammschlacht zwischen dem jamaikanischen Bob-Verband und Sandra Kiriasis stellt sich nun heraus, dass wohl eine der beiden Athletinnen gedopt war. 

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters hat der Präsident des jamaikanischen Bob- und Skeletonverbandes zugegeben, dass im Januar ein Dopingtest erfolgt sei. Ob Pilotin Jazmine Fenlator-Victorian oder Anschieberin Carrie Russell positiv getestet wurde, ist aktuell noch unklar. Bisher wurde die B-Probe demnach noch nicht geöffnet. 

Lange Sperre droht

Unter Berufung auf eine nicht genannte Quelle berichtet Reuters, dass die Sportlerin positiv auf Clenbuterol getestet wurde. Dies fördert den Muskelaufbau und erleichtert die Atmung. Der Athletin droht eine Sperre von bis zu vier Jahren. 


Bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang lieferten sich der jamaikanische Bobverband und die deutsche Trainerin Sandra Kiriasis eine Schlammschlacht erster Klasse. Nachdem es zwischen beiden Parteien zum Bruch gekommen war - Kiriasis wurde vom Verband degradiert - wurde der Deutschen ihre Akkreditierung entzogen. 

Schlammschlacht war eskaliert

Zwischenzeitlich stand die 43-Jährige sogar ohne Unterkunft da. Nach einer medialen Schlammschlacht, Verbands-Boss Leo Campbell bezeichnete Kiriasis unter anderem als "Lügnerin", wollte die Deutsche dem Team aus Jamaika den Start in Pyeongchang untersagen. Kiriasis beanspruchte die Nutzungsrechte des Bobs für sich.

Jamaikas Verband schlug zurück und gab an, den Bob bereits zu besitzen. 

Am Ende ging Team Jamaika an den Start und landete auf Rang 19 von 20.