Boateng leitet Bayerns Machtdemonstration ein

Maximilian Lotz
·Lesedauer: 3 Min.

Machtdemonstration statt Mini-Krise: Der FC Bayern München hat die Schwächeperiode zu Jahresbeginn endgültig überwunden und mit dem vierten Sieg in Serie die Tabellenführung zementiert.

Die Mannschaft von Hansi Flick bezwang die TSG Hoffenheim mit 4:1 (2:1) und revanchierte sich damit für die 1:4-Klatsche im Hinspiel.

Bundestrainer Löw sieht Bayern-Tore von Boateng und Müller

Der Rekordmeister baute den Vorsprung auf Verfolger RB Leipzig zunächst auf zehn Punkte aus, die Sachsen können im Topspiel am Abend gegen Bayer Leverkusen aber noch nachlegen.

Ausgerechnet die beiden Ex-Nationalspieler Jérôme Boateng (32.) und Thomas Müller (43.) trafen in der ersten Hälfte unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw, der die Partie als Tribünengast in der Allianz Arena verfolgte.

Andrej Kramaric (44.) verkürzte bei Sebastian Hoeneß' Rückkehr nach München für die TSG kurz vor dem Seitenwechsel.

Torjäger Lewandowski erzielt 24. Saisontor

Im zweiten Durchgang stellte Robert Lewandowski (57.) mit seinem 24. Saisontor umgehend den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Serge Gnabry (63.) baute die Führung weiter aus.

Bei den Bayern, die wegen positiver Coronatests ohne Leon Goretzka und Javi Martínez auskommen musste, feierte Sommer-Neuzugang Marc Roca sein Startelfdebüt in der Bundesliga.

Müller erst an die Latte, dann mit Glück ins Tor

Nach einer frühen Großchance von Ihlas Bebou, der an Manuel Neuer scheiterte (8.), übernahmen die Bayern mehr und mehr das Kommando. Müller verpasste mit einem Lupfer auf die Latte zunächst die Führung für die Hausherren (15.).

Eine Ecke von Topvorbereiter Joshua Kimmich brach schließlich den Bann für die Münchner. Den zehnten Assist des Mittelfeldregisseurs (Ligaspitze) verwertete Boateng per Kopf. Für den Innenverteidiger war es das erste Bundesligator seit drei Jahren, zuletzt hatte er am 27. Januar 2018 auch gegen Hoffenheim getroffen.

Trotz Haaland-Faux-Pas: BVB zurück in der Erfolgsspur

Müller ließ TSG-Keeper Oliver Baumann anschließend mit einem Schuss von der Strafraumgrenze keine Chance – und das, obwohl er den Ball bei seinem zehnten Saisontor gar nicht voll traf. Kramarics Anschlusstor nach einer Flanke von Ihlas Bebou sorgte nur kurzzeitig für Hoffnungen bei der TSG.

Zwar kamen die Kraichgauer mit Schwung aus der Kabine, ließen in Person von Christoph Baumgartner zwei Ausgleichschancen (46., 47.) ungenutzt, doch der nächste Treffer fiel auf der anderen Seite.

TSG-Slapstick bringt Bayern endgültig auf Kurs

Nach einem missglückten Klärungsversuch von Stefan Posch landete der Ball über Baumann vor den Füßen von Toptorjäger Lewandowski. Der Pole traf im neunten Ligaspiel in Folge. Sein 24. Saisontor war zugleich ein Rekordtor: Die bisherige Bestmarke nach 19 Spieltagen hielt Gerd Müller mit 21 Treffern.

Gnabry beendete nach elf Ligaspielen seine Torflaute und egalisierte damit das Ergebnis aus dem Hinspiel. Ein fünfter Bayern-Treffer durch Benjamin Pavard (71.) zählte wegen einer Abseitsstellung des eingewechselten Vorlagengebers Leroy Sané nicht.

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