BMWs Quartalsgewinn schrumpft

Wegen hoher Kosten für Elektromobilität, autonomes Fahren und zahlreicher neuer Modelle hat BMW im dritten Quartal weniger Gewinn gemacht. Für das Gesamtjahr sind die Münchner jetzt aber optimistischer.


Das BMW-Konzernergebnis vor Steuern (EBT) ging auf 2,422 Milliarden Euro zurück, das sind 5,9 Prozent weniger als vor Jahresfrist, wie der Münchner Konzern am Dienstag mitteilte. Unterm Strich gab der Gewinn um 1,8 Prozent auf 1,789 Milliarden Euro nach. "Wir investieren umfassend in die Mobilität von morgen", sagte Vorstandschef Harald Krüger. BMW steckt viel Geld in den Ausbau von Forschung und Entwicklung, zudem bringen die Bayern 2017 und 2018 insgesamt rund 40 neue und überarbeitete Modelle der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce auf den Markt.

Auch die Umsätze gingen leicht zurück, von 21,56 Milliarden Euro im dritten Quartal 2016 auf jetzt 21,04 Milliarden Euro. Bei den ausgelieferten Fahrzeugen konnten die Münchner in der Auto-Sparte aber 1,2 Prozent auf 590.415 Einheiten zulegen. Bei den Motorrädern stiegen die Auslieferungen sogar um 11,7 Prozent auf 39.429 Zweiräder.

Weil die erfolgsverwöhnten Münchner zuversichtlich auf die Entwicklung der weltweiten Automärkte blicken, mehr große und damit margenstarke Fahrzeuge verkaufen wollen und zudem auch Kosten sparen, stocken sie ihre Gewinnprognose für 2017 auf: Beim Konzernergebnis vor Steuern wird jetzt ein Plus zwischen fünf und zehn Prozent erwartet. Bislang war BMW nur von einem leichten Anstieg ausgegangen.




Unklar ist, wie viel BMW mit seinen derzeitigen Hybrid- und Elektromodellen verdient, da diese nicht gesondert ausgewiesen werden. Vor einiger Zeit hatte Krüger jedoch bekräftigt, dass er auch bei Elektroautos eine Marge von zehn Prozent anpeile. In der Autosparte lag die Ebit-Marge im dritten Quartal bei 8,3 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahr.