BMW plant wegen "irrtümlich" aufgespielter Software Rückruf von 11.000 Autos

BMW hat nach eigenen Angaben "irrtümlich" tausende Fahrzeuge mit einer falschen Abgassoftware ausgestattet. Die Software sei für diese Modelle nicht geeignet gewesen, erklärte der Autobauer am Freitag

BMW hat nach eigenen Angaben "irrtümlich" tausende Fahrzeuge mit einer falschen Abgassoftware ausgestattet. Die Software sei für diese Modelle nicht geeignet gewesen, erklärte der Autobauer am Freitag. Dies habe das Unternehmen bei internen Tests festgestellt und "umgehend" die Behörden informiert. Der "Spiegel" berichtete, dass BMW gegenüber dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) eingeräumt habe, dass die Software "nicht optimal" funktioniere.

Wegen des irrtümlichen Einsatzes der Software sollten weltweit nun 11.700 Fahrzeuge der Modelle M550d xDrive und 750d xDrive zurückgerufen werden, erklärte BMW weiter. Dem "Spiegel" zufolge prüft der Autobauer auch, ob die Software sich auch auf Fahrzeugen befindet, die ins Ausland exportiert wurden. Dabei gelte die Sorge des Autobauers vor allem dem US-Markt, wo empfindliche Geldstrafen drohten.

Erst in der vergangenen Woche hatte das Kraftfahrt-Bundesamt BMW von dem Vorwurf entlastet, in einen neuen 3er-Diesel eine illegale Abschalteinrichtung zur Abgasreinigung eingebaut zu haben. Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich erklärte, bei BMW würden Fahrzeuge nicht manipuliert. Das gelte grundsätzlich.

Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer warf dem Autobauer am Freitag hingegen vor, sein "Saubermann-Image" wohl verspielt zu haben. Die Konzerne müssten "endlich Transparenz über ihre Abgassoftware herstellen". Ansonsten werde der Abgasskandal der Branche einen dauerhaft irreparabelen Imageschaden zufügen.