BMW-Chef Krüger widerspricht Manipulationsvorwurf

BMW-Chef Krüger beteuert der Autobauer habe keine Manipulationssoftware verwendet oder illegale Abschalteinrichtungen in seine Autos eingebaut.

BMW-Chef Harald Krüger hat sich im Interview mit der WirtschaftsWoche persönlich zu Vorwürfen der Umwelthilfe geäußert, dass BMW bei einem BMW 320d die Abgassoftware manipuliert und illegale Abschalteinrichtungen in die Abgasreinigung eingebaut habe. „Wir schummeln nicht. Ich habe das immer wieder gesagt, und es gilt weiterhin“, sagte Krüger der WirtschaftsWoche. „Die durch die Umwelthilfe bemängelten Abgaswerte kamen nach unserer Einschätzung in erzwungenen Fahrsituationen zustande, die nur einen Bruchteil des typischen Fahrverhaltens unserer Kunden ausmachen“, sagte Krüger weiter.

Die Technologie, die BMW einsetze, unterscheide sich vielmehr deutlich von anderen im Markt. „Wir suchen auch in der Abgasreinigung den Wettbewerb: Im Gegensatz zu anderen Herstellern kommt bei unseren Dieselfahrzeugen eine Kombination von mehreren Komponenten zur Abgasreinigung zum Einsatz“, sagte Krüger. BMW habe die Technologie sehr gut im Griff. „Die Dieselmotoren, die BMW hat, zählen zu den besten der Welt. Unsere Diesel halten nicht nur alle Abgasvorschriften ein, sondern unsere Euro-5- und Euro-6-Diesel liegen im Flottenmittel bei der NOx-Emission jeweils um 40 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt, der vom Umweltbundesamt im April 2017 veröffentlicht wurde“, sagte Krüger der WirtschaftsWoche.

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