BMW, Audi und Daimler bündeln Sensor-Daten ihrer Autos

Thaddeus Herrmann
Kartendienst Here liefert bessere Echtzeit-Infos



Angesichts der aktuellen Kungelei-Vorwürfe gegenüber deutschen Autobauern, ist es eigentlich keine Überraschung, dass der Kartendienst Here - Eigentümer sind Audi, BMW und Daimler - ab sofort auf die gesammelten Sensor-Daten aus Autos aller drei Hersteller zugreifen und so deutlich verbesserte Verkehrsinfos in Echtzeit anbieten kann. Der neue Service lässt sich in über 60 Ländern weltweit nutzen, in über 30 davon werden zudem Informationen über Unfälle und allgemeine Sicherheitshinweise ausgespielt. Treten also die Fahrerinnen und Fahrer von 12 BMWs, fünf Audis und 18 Benz' gleichzeitig auf der gleichen Straße auf die Bremse, ist es wahrscheinlich, dass eben dort gerade ein Unfall passiert ist,

Der neue Service steht allen aktuellen und zukünftigen Partnern zur Verfügung, nicht nur aus der Automobilbranche. So könnten auch die Behörden von Ballungszentren auf die Daten zugreifen, um kurzfristig in die Verkehrslenkung einzugreifen, die Reisezeit in Navi-Apps wird potenziell akkurater berechnet.

Die deutschen Autokonzerne hatte den Kartendienst Here 2015 von Nokia übernommen.

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