Von Blumen und Kröten: Die Zukunft Großbritanniens

Während der Adel in Berlin wirbt, streiten die Politiker in London bitterböse.

Wäre es nicht viel schöner, Prinzessin zu sein als Premierministerin? Dann bekäme Theresa May dauernd Blumen überreicht, so wie am Mittwoch Kate und Charlotte, die Windsor-Damen, bei ihrer Ankunft in Berlin. Mays öffentliche Gespräche bestünden aus freundlichem Small Talk und würden immer wieder von Beteuerungen garniert, wie lieb sich Briten und Deutsche/Polen/Holländer trotz Brexit doch eigentlich haben.

Ein Unternehmen auf Zeit

Stattdessen musste sich die konservative Regierungschefin auch am Mittwoch wieder mit den impertinenten Fragen von Oppositionsabgeordneten herumschlagen. Mit der des Labour-Abgeordneten Geoffrey Robinson beispielsweise. Sein Wahlkreis Coventry sei ja das Zentrum der Forschung über Automobile ohne Fahrer, erläuterte er. Und fügte unter dem Gejuchze seiner Fraktion hinzu: „Vielleicht will die sehr ehrenwerte Dame ihre Regierung nach Coventry verlegen?“ Die Anspielung auf den chaotischen Eindruck, den das Kabinett in den vergangenen Tagen hinterlassen hat, überhörte die Konservative genauso wie die Frage eines anderen Labour-Mannes, der von May als Interims-Premier und von deren temporärem Finanzminister Philip Hammond sprach. In Wirklichkeit wirkt die vor sechs Wochen von der Wählerschaft abgestrafte Tory-Minderheitsregierung insgesamt wie ein Unternehmen auf Zeit, dem auch die teuer erkaufte Unterstützung durch Nordirlands Unionisten nicht wirklich geholfen...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung