„The Dark Knight Rises”-Filmkritik: Das Finale von Christopher Nolans Batman-Trilogie

Christopher Nolans letzter Film seiner Batman-Trilogie zieht am 26. Juli in die Kinos ein. „The Dark Knight Rises" beendet, was mit „Batman Begins" und „The Dark Knight" begann…

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Worum es geht
Seit acht Jahren hat ihn niemand mehr gesehen, bei den Kindern in Gothams Waisenhaus ist er lediglich ein Mythos. Batman (Christian Bale) ist untergetaucht, in die Nacht verschwunden, als Staatsanwalt Harvey Dent starb. Er ist auf der Flucht für einen Mord, den er nicht begangen hat. Um Commissioner Gorden (Gary Oldman) zu schützen und seine Stadt Gotham zu retten, nahm er die Schuld auf sich und tauchte unter. Auch über Bruce Wayne (Christian Bale) erzählen sich die Einwohner seit jeher legendäre Geschichten: Er sei ein Krüppel, völlig vernarbt im Gesicht, er verlasse das Haus nicht mehr.
Doch an einem Tag ändert sich alles: Bane (Tom Hardy) ist gekommen, um Gotham zu bestrafen. Die Stadt muss untergehen und Batman für den letzten Kampf zurückkehren. Wird der eingerostete Bruce Wayne wieder seine Maske aufsetzten, in seinen Anzug schlüpfen und Gotham City im epischen „Batman"-Finale retten können?

Der finale Kampf: Batman vs. Bane. (Bild: Warner)

Das epische Finale
Die Antwort auf diese entscheidende Frage über das Ende von Nolans Batman-Trilogie sollen die Zuschauer ab 26. Juli selbst beantworten. Sie sollen den Film mit einer ebenso großen Spannung erwarten können wie ich. In dieser Filmkritik geht es lediglich darum, ob sich die Spannung lohnt und „The Dark Knight Rises" das Eintrittsgeld wert ist:
Mit „The Dark Knight" hat Regisseur Christopher Nolan selbst die Ansprüche an seinen letzten Batman-Film extrem hochgesteckt. Unvergessen ist die „Outstanding Performance" von Heath Ledger als Joker und die düstere Rettung von Gotham. Kann danach noch ein Film kommen, der im Vergleich nicht völlig untergeht? Die Antwort ist klar: JA!
Eines fällt von der ersten Filmminute an auf: Christopher Nolan lässt sich Zeit beim Erzählen von „The Dark Knight Rises". Die Handlung steigert sich langsam bis zum Höhepunkt am Filmende, das gleichzeitig das Ende seiner düsteren Batman-Filme markiert. Minimale Rückblenden erleichtern dem Zuschauer den Einstieg in die Handlung, die acht Jahre nach dem Tod von Staatsanwalt Harvey Dent einsetzt. Uns wird ein gebrochener Held Gothams präsentiert, von der Gesellschaft für etwas bestraft, für das er lediglich seinen unschuldigen Kopf hinhält. Bruce Wayne begrüßt den Tod, der Sinn des Lebens wurde zusammen mit dem Batman-Kostüm begraben. Doch wie es der Titel „The Dark Knight Rises" verrät: Batman wird zurückkommen und sich für seine Stadt, die ihm den Rücken gekehrt hat, einsetzten. Christopher Nolan inszeniert das Comeback des Dunklen Ritters auf seine gewohnt düstere, wie auch epische Art. Erhebt ihn aber keineswegs zu einem unschlagbaren Helden. In „The Dark Knight Rises" ist Bane (Tom Hardy) sein Gegenspieler. Ein Terrorist, gekommen, um Gotham in den Untergang zu führen.

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Ein wichtiger Tipp beim Kauf der Kinokarte
Bane is pain: Die deutsche Synchronstimme des Rächers Bane ist oft eher lustig als angsteinflößend. Und das stört gewaltig. Mein Tipp für alle, die noch keine Karten fürs Kino gekauft haben, es aber noch vorhaben: Sichert Euch ein Ticket für das englische Original.
Bane wird von Tom Hardy gespielt. Eine perfekte Wahl für die Besetzung von Batmans Gegenspieler. Bereits in „Warrior" hat er bewiesen, dass er nicht nur das Rollenfach eines knallharten Hollywood-Muskelpakets bedienen kann, sondern auch einen verletzbaren Helden mit einem emotional angeschlagenen Kern hinzufügen kann. Als Bane schafft es Tom Hardy in „The Dark Knight Rises" das kleinste Gefühl und die sehr minimale gute Seite bei dem Fiesling mit dem Herz aus Stahl nach außen zu tragen. Aber nicht nur Tom Hardy überrascht in seiner Rolle. Auch Anne Hathaway als Catwoman und Joseph Gordon-Levitt als junger Polizist, der scheinbar als einer der wenigen noch an Batman als Retter von Gotham glaubt, sind absolut überzeugend.

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Joseph Gordon-Levitt als John Blake in "The Dark Knight Rises". (Bild: Warner)

Hollywood-Momente vs. überraschende Wendungen
Sicherlich hat jede(r) von Ihnen eine bestimmte Vorahnung, wie Christopher Nolan seine Batman-Reihe beenden wird. Vergessen Sie Ihre Intuition, denn Nolan präsentiert Ihnen die eine oder andere Überraschung. Und nach dem großen Knall steht ein völlig unerwartetes Ende. Es wird gelacht und geweint werden. Denn während auch diesmal wie in den vorherigen Teilen der ein oder andere witzige Dialog nicht fehlen darf, wird in „The Dark Knight Rises" zusätzlich ordentlich auf die Tränendrüse des Zuschauers gedrückt. Das Schöne daran: Christopher Nolan kennt das angemessen Maß und zieht diese Szenen nicht unnötig in die Länge. Er hat also alles richtig gemacht?!
Nicht ganz! Typische Hollywood-Momente, wie zum Beispiel ein Kuss in letzter Minute bevor die Stadt untergehen soll, hätte es einfach nicht gebraucht. Auch eine Todes-Szene wirkt eher wie eine Parodie auf den typischen Hollywood-Tod. Wäre nicht nötig gewesen, macht „The Dark Knight Rises" aber auch nicht weniger genial.

Fazit: „The Dark Knight Rises" ist ein Must-See. Ein krönender Abschluss der bislang besten Batman-Adaptionen fürs Kino. Ich vermisse Nolans Version jetzt schon. Welche Regisseure ebenfalls Batman-Filme auf die Leinwand brachten, sehen Sie hier:

"Batman"-Filme - Komplette Liste der bisherigen Verfilmungen


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