• „The Pyramid – Grab des Grauens“: Horrorfilm mit Denis O’Hare

    Regiedebütanten haben oft den Vorteil, dass sie eine frische Perspektive, neuartige Ideen und einen Sinn für wirklich aufregende Bilder mit sich bringen. Auch Grégory Levasseur ist neu auf dem Regiestuhl. Zuvor schrieb er Drehbücher zu Horror-Streifen wie „The Hills Have Eyes“ und „High Tension“. Doch, ob der Franzose es tatsächlich schafft, selbst hinter der Kamera kleine Wunder zu vollbringen, bleibt fraglich.

    „The Pyramid – Grab des Grauens“ erzählt die Geschichte eines alten Fluches der Pharaonen und der Rache an Abenteurern, welche damals die heiligen Grabkammern der Pyramiden entweihten. 1699 soll so zum Beispiel ein polnisches Schiff mit zwei Mumien an Bord von geisterhaften Erscheinungen und mörderischen Stürmen heimgesucht worden sein. Es folgten noch weitere Vorkommnisse dieser Art und so ließ man eine lange Zeit die Gräber unangetastet ruhen – bis 2014. In dem Jahr machen die Menschen nämlich einen unglaublichen Fund: Inmitten der Wüste entdecken sie eine dreikantige

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  • „Run All Night“: Action-Thriller mit Liam Neeson

    Da haben sich zwei gefunden: Hollywoodstar Liam Neeson und der spanische Regisseur Jaume Collet-Serra arbeiteten bereits für „Unknown Identity“ (2011) und „Non-Stop“ (2014) erfolgreich zusammen. Mittlerweile haben sie das Gespür für die Bedürfnisse des jeweils anderen perfektioniert und vertrauen einander blind. Also konnte das Motto ihrer dritten Kollaboration „Run All Night“ problemlos durchgezogen werden: höher, weiter, schneller.

    Früher war Jimmy Conlon (Liam Neeson) als der „Totengräber“ überall bekannt und gefürchtet. Der Profi-Killer machte seinen Job stets tadellos. Doch mittlerweile haben ihn die Schuldgefühle eingeholt und selbst sein hoher Alkoholkonsum vermag es nicht ihn von den schmerzhaften Gedanken an seine damaligen Taten zu befreien. Aber dann soll seiner voranschreitenden Selbstzerstörung ein besonders kniffliger Problemfall dazwischenkommen.

    Danny Maguire (Boyd Holbrook), Sohn des Paten Shawn Maguire (Ed Harris), ist im Begriff Jimmys Sohn Mike (Joel Kinnaman)

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  • „Das Glück an meiner Seite“: Hilary Swank als ALS-Patientin

    Hollywood hat das Thema Krankheit für sich entdeckt: Nach Eddie Redmayne als Stephen Hawking und Juliana Moore als Alzheimer-Patientin kommt nun ein weiterer Film in die Kinos, der eine Hollywood-Größe beim Verfall zeigt.

    In „Das Glück an meiner Seite“ spielt Hilary Swank die Konzertpianistin Kate. Diese erfährt, dass sie an amyotropher Lateralsklerose (ALS) erkrankt ist. Aufgrund der Nervenkrankheit benötigt Kate schon bald eine Pflegekraft, denn alleine bewältigt sie den Alltag kaum noch.

    In einer Art Casting-Verfahren suchen Kate und ihr Mann Evan (gespielt von Josh Duhamel) eine Hilfskraft. Dabei stoßen sie auf die unorthodoxe und chaotische Bec (Emmy Rossum), die Evan erst ablehnt, sich dann aber von Kate breitschlagen lässt, sie anzuheuern.

    Hilary Swank (l.) in der Rolle der ALS-Patientin Kate (Bild: filmpresskit)Hilary Swank (l.) in der Rolle der ALS-Patientin Kate (Bild: filmpresskit)

    Die zerstreute Studentin Bec ist von privaten Problemen geplagt und sie und Kate könnten unterschiedlicher nicht sein. Dennoch freunden sie sich an. Dabei entdecken sie ihre tiefsten Sorgen und Ängste, was sie lieben und wofür sie leben. Die

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  • „Der kleine Tod. Eine Komödie über Sex“: Orgasmen in Down Under

    Mit sexuellen Vorlieben ist das so eine Sache. Aus einem ganz einfachen Grund: Geschmäcker sind verschieden. Was dem einen unvergessliche Höhepunkte beschert, ist dem anderen ein Graus. Und so kommt es, dass selbst die innigste Seelenverwandtschaft am Ende eine Beziehung nicht retten kann, wenn man im Land der Feuchtgebiete nicht wirklich zueinanderfindet.

    „Es ist eine Fantasie von mir!“ – „Aber ich möchte es nicht tun.“ Auf diese kurze Formel lässt sich „Der kleine Tod. Eine Komödie über Sex“ bringen. Der Dialog entstammt dem Film und illustriert: Guter, ja fantastischer Sex ist manchmal eine schwierige Angelegenheit, für die es oft eine Reihe von Widerständen zu überwinden gilt.

    Der kleine Tod, oder wie die Franzosen sagen: le petite mort – der Orgasmus als kleiner Bruder des Todes. Um nichts weniger geht es in der australischen Filmkomödie, die nicht nur jene französische Phrase aufgreift, sondern auch mit dem Humor und der Ästhetik französischen Kinos aufwartet. Und ein Film, der

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  • „Cake“: Drama mit Jennifer Aniston als Schmerzpatientin

    Jennifer Aniston ist mit Komödien zum Star aufgestiegen. Nun kommt die „Friends“-Darstellerin mit „Cake“ mit einem ungewohnt dramatischen Thema ins Kino. Auch äußerlich hat sie sich für die Darstellung einer unter chronischen Schmerzen leidenden Frau stark verändert. Die Rolle brachte der US-Schauspielerin eine Nominierung für den Golden Globe ein.

    Das Leben von Claire Bennett (Jennifer Aniston) ist eine Qual. Sie leidet unter ständigen, schweren Schmerzen, die sie mit Medikamenten und Alkohol zu bekämpfen versucht. Ihr Leid macht Claire bösartig. Ehemann und Freunde hat sie längst vergrault. Als einzige Bezugsperson ist ihr Haushälterin Silvana (Adriana Barraza) geblieben. Wie erwartet reagiert Claire mit Zynismus auf den Selbstmord von Nina (Anna Kendrick). Die Leidensgenossin aus ihrer Selbsthilfegruppe hat sich von einer Brücke gestürzt. Der Suizid beschäftigt Claire dann aber doch. Sie beginnt, Ninas Tod zu untersuchen und drängt sich sogar ins Leben deren Sohnes und Ehemannes Roy

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  • „Elser“: Oliver Hirschbiegel setzt Hitler-Attentäter ein Denkmal

    Nur 13 Minuten fehlten, um die Weltgeschichte zu verändern. Hätte Adolf Hitler nicht am 8. November 1939 frühzeitig den Münchner Bürgerbräukeller verlassen, wäre der Diktator wohl durch den Anschlag Georg Elsers getötet worden. Regisseur Oliver Hirschbiegel („Der Untergang“) erinnert in seinem Drama an den weitgehend unbekannten Schreiner.

    Im Münchner Bürgerbräukeller explodiert eine Bombe und reißt acht Menschen in den Tod. Unter ihnen ist aber nicht wie geplant Adolf Hitler. Der Diktator war früher als vorgesehen nach seiner jährlichen Rede aufgebrochen. Der Täter ist rasch gefasst. Georg Elser wurde wegen verdächtiger Gegenstände im Gepäck an der Grenze zur Schweiz festgenommen und der Gestapo übergeben. Unter Folter soll der Schreiner aus dem schwäbischen Königsbronn gestehen und seine Mitverschwörer benennen. Doch Elser widersteht.

    Erst als seine Familie und seine ehemalige Geliebte Elsa (Katharina Schüttler) verhaftet werden, gesteht der Mann aus einfachen Verhältnissen die Tat.

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  • „Mara und der Feuerbringer“: Fantasyfilm mit Jan Josef Liefers

    Die nordischen Götter Loki und Thor kennt man mittlerweile vor allem aus den „Avengers“-Filmen von Marvel. Jetzt aber kommen die Sagengestalten in einem deutschen Fantasyfilm ins Kino. In „Mara und der Feuerbringer“ muss eine Münchner Schülerin die Welt retten. Als Darsteller sind unter anderen Jan Josef Liefers und Christoph Maria Herbst zu sehen.

    Mara Lorbeer (Lilian Prent) leidet unter ihrem Dasein als Außenseiterin. Von ihrer esoterikbegeisterten Mutter (Esther Schweins) wird die 14-Jährige zu Erdmutterseminaren und Baumsprechstunden geschleppt. An der Schule ist die Münchnerin isoliert und wird von ihren Klassenkameraden gehänselt. Verantwortlich dafür sind auch Maras lebhafte Tagträume, die sie alles um sie herum vergessen lassen.

    Dann begegnet die Schülerin auch noch einem sprechenden Zweig. Der überbringt ihr jedoch eine wichtige Botschaft: Mara ist nämlich eine nordisch-germanische Seherin und ihre Tagträume sind in Wahrheit Visionen. Das Mädchen ist auserkoren, das Ende der

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  • „Fast & Furious 7“: Paul Walkers letzter Film

    Für Fans von Paul Walker heißt es endgültig Abschied nehmen. Der Actionstar kam während der Dreharbeiten zu „Fast & Furious 7“ bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Das Drehbuch des Autorennfilms mit Vin Diesel wurde daraufhin umgeschrieben.

    „Fast & Furious 7“ schließt direkt an den Vorgänger aus dem Jahr 2013 an. Dominic Toretto (Vin Diesel), Brian O’Conner (Paul Walker) und ihre Crew hatten sich im Auftrag von FBI-Agent Luke Hobbs (Dwayne „The Rock“ Johnson) mit einer Söldnerbande angelegt. Deren Anführer Owen Shaw (Luke Evans) konnte schließlich besiegt werden. Der Crew wurden ihre Vergehen erlassen und die Mitglieder führen wieder ein ganz normales Leben in den USA. Dann aber taucht Deckard Shaw (Jason Statham) auf der Bildfläche auf. Der ältere Bruder von Owen sinnt auf Rache und verübt mehrere Anschläge auf Dominics Team.

    Allein können die Rennfahrer ihrem mächtigen Gegner nicht beikommen. Sie schließen einen Pakt mit dem undurchsichtigen Agenten Petty (Kurt Russell). In seinem

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  • „Best Exotic Marigold Hotel 2": Tragikomödie mit Maggie Smith

    Der erste Teil von Best Exotic Marigold Hotel rund um die britischen Pensionäre, die ihren Lebensabend im sonnigen Indien verbringen, war ein echter Überraschungserfolg. Nun versucht sich Regisseur John Madden („Shakespeare in Love“, „Eine offene Rechnung“) an einer Fortsetzung. Und erneut gelingt ihm ein launiges Werk über Liebe, Freundschaft und Karriere im Alter.

    Wir expandieren! Mit dem Best Exotic Marigold Hotel läuft es so fantastisch, dass Besitzer Sonny Kapoor (Dev Patel) und seine Co-Managerin Muriel Donnelly (Maggie Smith) ernsthaft über eine weitere Hotelanlage nachdenken. Auf diese Weise entsteht die Idee zu „The Second Best Marigold Hotel“. Doch der Weg dahin gestaltet sich als ziemlich schwierig. Denn auch die Hotelgäste rund um die Uhr ihre volle Aufmerksamkeit.

    So ist die Beziehung von Norman (Ronald Pickup) und Carol (Diana Hardcastle) ständigen Diskussionen ausgesetzt, Madge (Celia Imrie) vergnügt sich dagegen gleich mit zwei Verehrern und die Stammgäste Evelyn (Judi

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  • „Tod den Hippies, es lebe der Punk!“: Coming-of-Age-Film von Oskar Roehler

    Eine Hommage an die Berliner Punk-Szene der Achtziger Jahre

    Wild, bunt und ein bisschen eklig. Filmemacher Oskar Roehler lässt seinen Protagonisten Robert durch den West-Berliner Underground der frühen Achtziger Jahre stolpern. Der Tenor des Films: „Wir waren jung, wir hatten nur Scheiße im Kopf und es war herrlich“.

    Robert (Tom Schilling) lebt in einem Internat in der westdeutschen Provinz und will so schnell wie möglich weg. Er ist genervt vom Hippiewahn seiner Lehrer und Mitschüler und sieht sich als Punk. Zusammen mit seinem schwulen Kumpel geht er nach West-Berlin. Sein erklärtes Ziel: „Ich will ficken und Drogen nehmen“. In der westdeutschen Hauptstadt wartet die ultimative Freiheit. Das Sozialamt beschert dem jungen Mann auf Sinnsuche finanzielle Sorglosigkeit, in der Peep-Show von Lebemann Schwarz (Wilson Gonzalez Ochsenknecht) trifft er auf die amerikanische Stripperin Sanja (Emilia Schüle), in die er sich unsterblich verliebt. Dann gibt es da noch die legendäre Kneipe „Risiko“, in der Szenegrößen wie Blixa Bargeld und Nick Cave

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