“Titanic” geändert – Regisseur James Cameron greift nach den Sternen

Diese Meldung gehört eindeutig in die Kategorie „skurrile News aus Hollywood". Dass sich Science-Fiction-Macher Informationen aus der aktuellen Forschung holen und gerne mit Physikern absprechen, ob diese oder jene Szene - rein wissenschaftlich betrachtet - plausibel ist, wissen wir bereits. Aber dass James Cameron Hand an sein Werk legt, weil ein berühmter Astronom zu ihm sagt, die Sterne leuchten über dem unglückseligen Schiff nicht ordnungsgemäß? Das klingt nach Nonsens - entspricht aber der Wahrheit.

Perfektionist Cameron hat den Himmel für die 3D-Version noch Mal umgestrickt (Foto: ddp)

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Für die neue 3D-Version des mit elf  Oscars augezeichneten Films hat James Cameron („Avatar" 2009) dem Filmklassiker von 1997 nicht nur eine neue Dimension verpasst, sondern auch eine Szene verändert. Der berühmte Sternenforscher Neil deGrasse Tyson hatte dem Regisseur vorgeworfen, die Anordnung der Sterne in der Nacht, in der der Luxusliner unterging, wäre in Wahrheit ganz anders gewesen, als im Film dargestellt.

So ist die Szene, in der Rose DeWitt Bukater (Kate Winslet) auf einem Stück Holz in die Nacht driftet und einen Blick in den Sternenhimmel wirft, nun nachkorrigiert worden.

Autogrammstunde mit James Cameron zur Weltpremiere von „Titanic 3D" in London (Foto: ddp)

Im Magazin "Culture" kommentierte Cameron diese Änderung: „Neil deGrasse Tyson, einer der bedeutendsten Astronomen Amerikas, hatte mir eine Mail geschickt mit dem Hinweis, dass Rose in der Nacht eine ganz andere Sternenanordnung über dem Atlantik hätte sehen müssen, als sie sich an das Treibholz klammert und in den Himmel blickt. [...] Mit meinem Ruf als Perfektionist hätte ich das wissen müssen. [...] Also habe ich mir gesagt: ‚Okay, Du ‚son of a b**ch' dann schicke mir die korrekte Sternkonstellation vom 15. April 1912 um 4:20 Uhr nachts und ich werde sie verwenden.'"

Gesagt, getan. Und so blickt Kate Winslet in der 3D-Version von "Titanic" schwermütig und traurig in einen neuen Sternenhimmel. Wir möchten gar nicht wissen, was dieser Spaß gekostet hat.

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