Sex- und Gewaltszenen zu hart: „Verblendung” in Indien verboten

Nach Berichten von „Hollywood Reporter" wird „Verblendung - The Girl with the Dragon Tattoo" in Indien nicht in die Kinos kommen. Die indische Zensurbehörde (Central Board of Film Certification) befindet die Sex- und Gewaltszenen im Film als ungeeignet für eine öffentliche Vorführung.

Das Verbot von "Verblendung" in Indien bedeutet einen Millionenverlust für Fincher. (Bild: ddp)


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Zu den umstrittenen Sequenzen zählen zwei explizite Sexszenen zwischen Lisbeth Salander (Rooney Mara) und Mikael Blomkvist (Daniel Craig) sowie eine lesbische Annäherung zwischen Lisbeth und einer Frau, die ihr in einer Bar begegnet und die Filmminuten, in denen Lisbeth vergewaltigt und misshandelt wird. Auch die Szene, in der sie ihren Peiniger quält und im Hintergrund das Video der vorangegangenen Misshandlung läuft, ist der Zensurbehörde zu extrem.

Ein Sprecher von Columbia Pictures in Indien sagte, die Filmkommission hält eine Freigabe für den indischen Kinomarkt nur für zulässig, wenn die entsprechenden Szenen entfernt würden. Da Regisseur David Fincher sein Remake aber nicht den Zensoren Indiens überlassen möchte, nimmt er den Film ganz vom indischen Markt. Ursprünglich sollte der Film am 10. Februar 2012 in den  indischen Kinos anlaufen. In Deutschland ist David Finchers Neuinterpretation des Stieg-Larsson-Romans "Verblendung" bereits am 12. Januar 2012 angelaufen.

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