Hugh Jackman: Sexiest Interviewpartner Alive

Da sitzt er also: Hugh Jackman - offiziell gewählter "sexiest man alive", Oscarmoderator und einer der gefragtesten Schauspieler im Showbiz. Nach Berlin ist er gekommen, um sein neues Actionepos "X-Men Origins: Wolverine" vorzustellen, in dem er mit Mördermuckis und Eisenklauen gegens Schicksal kämpft.

Doch statt Muskeln und Machogehabe bietet der schlanke Aussie-Star ein charmantes Lächeln, schüttelt die Hand (macht nicht jeder Promi!) und hilft, das Aufnahmegrät optimal zu platzieren. Toller Typ! Könnte man glatt ins Träumen kommen, wenn er nicht so sympathisch glücklich wäre mit Frau Deborra und den Kids. Schmachten darf man trotzdem, hat man ja auch schon bei der xten Wiederholung seines Oscar-Tanzauftritts bei YouTube gemacht...

Los geht's:

Zunächst mal viiielen Dank für Ihre Wahnsinnsperformance mit Beyoncé Knowles bei der Oscar-Verleihung. Das war fantastisch...

Glauben Sie mir: Mit Beyoncé arbeiten zu dürfen, war definitiv mein Vergnügen!

Werden wir Sie irgendwann mal in einem großen Hollywood-Musical sehen?

Ja! Ich versuche gerade alles, um das auf die Beine zu stellen. Ich würde es so gerne machen. Tatsächlich arbeite ich mit meinem Produktionspartner gerade an einer modernen Version des Rodgers-Hammerstein-Klassikers "Carousel". Das ist eins der schönsten Musicals, die je geschrieben wurden. Auch mit Steven Soderbergh habe ich über dessen Musicalpläne gesprochen. Also: Ich hoffe, da wird was draus.

Wie wäre's denn mit "Wolverine - Das Musical"?

Nein, es wird definitiv keine Tanzszenen mit Metallklauen geben. (lacht)

Wolverine hat Ihnen den internationalen Durchbruch und massig weibliche Fans beschert. Was finden Frauen nur an finsteren Typen wie ihm?

Nun, er ist ein harter Kerl. Er weiß, was er möchte. Er ist sehr mutig und sehr maskulin in seiner Art, einfach das zu tun, was er will. Er marschiert drauflos und schert sich nicht um das, was andere von ihm denken. Das ist immer ziemlich attraktiv - egal, ob bei Jungs oder Mädels. Außerdem ist er aber auch verletzlich, zerrissen. Wenn ich ihn auf der Leinwand sehe, finde ich ihn ziemlich cool. Als ich jünger war, hab ich zu Typen wie ihm aufgesehen.

Ist er so was wie ein übernatürlich begabter James Dean?

Mmmmh, stimmt, da haben Sie Recht. Es gibt Parallelen zwischen den beiden. Gut, James Dean hatte nie diese Klauen, die aus seinen Händen hervorschossen, und vermutlich hat Wolverine ein bisschen mehr Haare auf dem Körper als Dean... Aber Spaß beiseite: Es gibt Parallelen. Wolverine ist auch ein Anti-Held, ein Held wider Willen. So wie Han Solo oder Mad Max oder Dirty Harry. Und das kommt beim Publikum an. Die Leute wollen nicht immer nur Typen sehen, die der Gerechtigkeit nach dem guten alten "american way" zum Sieg verhelfen. Sie wollen innere Konflikte, sie wollen einen Helden, der kämpft und verwundbar ist.

Sie sind nicht nur Hauptdarsteller, sondern auch Produzent. Wie viel Einfluss hatten Sie auf die Auswahl der Crew? Regisseur Gavin Hood z.B. ist nicht gerade die naheliegendste Wahl für ein Actionabenteuer...

Richtig, aber Gavin hat das einfach großartig gemacht. Ein wichtiger Teil meiner Aufgabe war tatsächlich das Casting und die Story. Es gab andere Dinge, die zum täglichen Geschäft gehörten, wie Fragen des Designs, Kameraführung und Co. Aber das ist nicht mein Fachgebiet und ich wollte auch nicht so tun, als wäre es das. Aber wovon ich etwas verstand, war sicherzustellen, dass wir Wolverines Geschichte so erzählen, wie sie erzählt werden sollte.

Was meinen Sie: Wollen wir gerne vor der Realität flüchten? Oder gibt's andere Gründe, die Superhelden in den letzten Jahren so große Erfolge bescherten?

Ja, zum Teil ist es Realitätsflucht. Wir lieben die Vorstellung, dass jemand unglaubliche Gaben hat, die wir selbst gerne hätten - ob das nun Eisenklauen sind oder was anderes. Fähigkeiten, mit denen wir etwas Herausragendes tun und für uns einstehen könnten, wenn es drauf ankommt. Davon träumen doch nicht nur Kinder. Auf der anderen Seite wollen wir eine Beziehung zu diesen Helden aufbauen, wollen ihre Schwächen und ihre inneren Kämpfe sehen. Es ist ein Mix aus beidem.

Zum Schluss: Gibt es die Chance auf ein Wiedersehen mit Wolverine?

Ja, definitiv, die gibt es. Wir haben schon mit dem Studio gesprochen. Wir sind ganz sicher noch nicht fertig mit Wolverine. Jetzt müssen wir abwarten, wie das die anderen sehen...

Na, wenn das keine guten Nachrichten sind? He will be back! Es freut sich darauf und auf ein Wiedersehen mit dem"sexiest interviewpartner alive"

Eure Kate

 

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Fotos: © gettyimages

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