Daniel Day-Lewis: Seine extremen Rollen-Vorbereitungen für seine Filme

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30. Januar 2013

Es ist bekannt, dass Daniel Day-Lewis mit Leib und Seele in seinen Rollen aufgeht. Für das Historien-Drama „Lincoln“ trainierte sich der Oscar-Preisträger den ausgeprägten Kentucky-Akzent und die Stimme des einstigen US-Präsidenten Abraham Lincoln an. Um vollends „in character“ zu bleiben, waren am Set anderweitige Sprachfärbungen verboten.

Daniel Day-Lewis gewann für seine Rolle in "Lincoln" einen Golden Globe (Bilder: ddp images)
Daniel Day-Lewis gewann für seine Rolle in "Lincoln" einen Golden Globe (Bilder: ddp images)

Den Golden Globe für seine Rolle als „Honest Abe“ heimste Day-Lewis bereits ein – und gilt damit auch als Oscar-Favorit. Ein Jahr lang bereitete sich der Schauspieler auf die Darstellung vor und beschäftigte sich akribisch mit dem Leben des legendären US-Präsidenten sowie mit dessen Stimme und Akzent. Die Aussprache des in Kentucky geborenen Lincolns war nach Aussagen von Zeitzeugen von einer starken Südstaaten-Färbung geprägt. Außerdem soll er eine näselnde hohe Tenorstimme gehabt haben, erzählte Regisseur Steven Spielberg in einem „FAZ“-Interview.

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Der für sein ausgesprägtes Method Acting bekannte Day-Lewis eignete sich die Aussprache Lincolns sorgfältig an – mit ein Grund, weshalb er laut Kritikern so sehr in der Rolle brilliert. Damit der Maestro während des Drehs nicht aus dieser fiel, wurde am Set einigen Kollegen gar der Mund verboten – zumindest denen britischer Herkunft. Laut Medienberichten durften Teammitglieder mit dem Schauspieler nicht mit dem typisch britischen Akzent sprechen. Außerdem soll Day-Lewis darauf bestanden haben, ständig mit „Sir“ oder „Mr. Lincoln“ angesprochen zu werden.

Der Mann nimmt seinen Beruf eben ernst. „Teil meines Jobs ist es, mich zu verausgaben“, sagte der 55-Jährige kürzlich in einem Interview mit der „BBC“. Er sauge alles auf und lebe die Rolle. Darüber hinaus schreckt der Schauspieler nicht davor zurück, noch viel größere Strapazen für seine Rollen auf sich zu nehmen.

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Für die Verfilmung des Romans „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ aus dem Jahr 1998, der in Prag spielt, lernte er Tschechisch. Der Rolle des Schrifsteller Christy Brown (1989) in „Meiner linker Fuß“ verdankt Day-Lewis seinen ersten Oscar – und zwei gebrochene Rippen. Die brachte ihm seine ununterbrochene, unbequeme Sitzhaltung ein. Um den schwerbehinderten Rollstuhlfahrer zu verkörpern, weigerte sich der Schauspieler auch nach Drehschluss aufzustehen oder zu gehen. Für die Rolle des brutalen Butchers in „Gangs of New York“ (2002) machte er sogar eine kleine Metzger-Ausbildung.

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